"Weil wir uns als Paar von zu engen Erwartungen und Rollenbildern lösen, haben wir sehr viel mehr Freiheiten, Möglichkeiten und Freude bei der landwirtschaftlichen Arbeit.
Das wünsche ich noch viel mehr Menschen in der Landwirtschaft."
"Ich bin gelernte Försterin und habe zuerst im Bereich Waldnaturschutz gearbeitet. Später war ich Beraterin für Landschaftspflegeverträge.
Seit 2016 führen mein Mann und ich einen landwirtschaftlichen Betrieb im Südschwarzwald. Wir sind Quereinsteigerin und Quereinsteiger und haben freie Flächen im Dorf gesammelt, was uns von verschiedenen Pachtverhältnissen abhängig macht."
"Die Landwirtschaft hat mich schon immer angezogen. Meine Eltern hatten damit nichts am Hut, aber ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und suchte bereits in jungen Jahren die Nähe zu den Tieren.
Da ich sehr gerne hochwertige Lebensmittel esse, war für mich der nächste logische Schritt, diese auch zu produzieren.
Landwirtin zu sein ist eine Lebensaufgabe, die unglaublich erfüllend sein kann, aber auch Opfer fordert."
"Landwirtin zu werden finde ich aber fast noch viel schwieriger: Ohne elterlichen Betrieb einen Landwirtschaftsbetrieb zu finden und führen.
Mein Mann und ich teilen uns die Aufgaben nach unseren Interessen auf, nicht nach den klassischen Geschlechterrollen. Natürlich kann ich hier mein berufliches Wissen rund um die Biodiversitätsförderung gut einbringen.
Gleichzeitig ist der Betrieb kein Hobby, sondern soll unseren Lebensunterhalt sichern."