"Frauen sind die Hüterinnen des Saatguts und sollten diese Rolle weiterhin stärken – denn Ernährung ist (Agrar-)Kultur, auf die alle Bürger ein Recht haben. Wärme, Schönheit, Vielfalt, Routine, Organisation, Engagement und Wohlstand sind allesamt Eigenschaften, die mit dem Frausein verbunden sind und einen landwirtschaftlichen Betrieb auf natürliche Weise prägen."
Busisiwe ist gelernte Krankenpflegeausbilderin aus Südafrika. Darüber hinaus arbeitete sie als Unternehmerin und Dienstleisterin für das Bildungsministerium im Rahmen eines Schulernährungsprogramms.
Als sie 2014 ihr Stadtleben aufgeben musste, lernte sie die Agrarökologie kennen. Seitdem ist sie als Agrarökologin und Ausbilderin für führende Projekte im Bereich des ökologischen Landbaus tätig. Mittlerweile arbeitet sie auch mit dem FiBL zusammen.
"Ich stamme sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits aus Bauernfamilien. Daher musste ich schon von klein auf bei der Arbeit auf dem Hof mithelfen. Beispielsweise musste ich den Gemüsegarten gießen, bevor ich zur Schule ging.
Durch meinen Beruf als Krankenschwester habe ich gelernt, wie wichtig eine gesunde Ernährung für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist. Als Bäuerin steht die Fürsorge im Vordergrund, die mit den Aufgaben als große Schwester, Mutter, Ehefrau und aktives Mitglied der Gemeinschaft einhergeht."
"Es dauert nicht mehr lange, bis Frauen die Schuld für Armut, Unterernährung und Hunger zugeschrieben wird. Zwar sollen Frauen und Jugendlichen mehr Chancen eingeräumt werden, doch in der Praxis werden sie durch kulturelle Gegebenheiten weiterhin benachteiligt.
Deshalb konzentriere ich mich nun auf die Agroforstwirtschaft, um eine Fülle an Obst, Nüssen, Heilpflanzen, essbaren Wildkräutern, einheimischem Gemüse und Marktfrüchten zu gewährleisten. So können Einkommen generiert, die Lebensgrundlagen verbessert und Arbeitsplätze geschaffen werden."