"Ich bin sehr stolz, Landwirtin zu sein. Es ist unser Urberuf, doch die meisten Menschen wissen nicht einmal, in welcher Jahreszeit Tomaten wachsen, geschweige denn, wie man sie anbaut. Verbinden wir uns wieder mit der Natur und würdigen wir, was wir auf dem Teller haben!"
"Vor etwa 15 Jahren begann meine persönliche ökologische Umstellung und Entwicklung, zu der auch der Verzicht gehörte.
Gleichzeitig fing ich an, mich intensiv mit unserem Ernährungssystem, dem Preis und der Qualität unserer Lebensmittel sowie der Kluft zwischen Konsument*innen und Produzent*innen zu beschäftigen."
"Ich habe meine Kindheit vor allem draussen verbracht: Zu Hause spielte ich im Garten oder im Wald. Die Ferien verbrachte ich auf dem Bauernhof meiner Tante, wo ich mit anpackte.
Für mich war diese enge Verbindung mit der Natur, von der wir ein Teil sind, immer selbstverständlich. Um diese Verbindung wiederherzustellen, das Bewusstsein und die Wertschätzung für den Nahrungsmittelanbau zu stärken, sollten wir zurück aufs Feld."
"Ich habe diesen Gedanken 2020 in die Tat umgesetzt, und begann wöchentlich auf einem Gemüsehof als Freiwillige zu arbeiten. Die körperliche Arbeit an der frischen Luft gefiel mir so gut, dass ich von 2021 bis 2022 die Ausbildung Microferme absolvierte.
Seit 2023 arbeite ich Teilzeit als Gemüsebäuerin bei Praz Bonjour, einem Mikrobetrieb, in dem wir alles ausser Grasmähen von Hand erledigen."