"Die Landwirtschaft und Alpwirtschaft haben mich vom ersten Tag an begeistert. Ich habe vor allen Landwirt*innen dieser Welt grossen Respekt, weil es so eine wichtige Arbeit ist, die man nur als ganzer Mensch machen kann. Ich denke jeden Tag, ich habe so Glück, dass ich auch ein bisschen Landwirtin sein kann. Damit sind wir nie allein!"
"Ich bin nicht in der Landwirtschaft aufgewachsen. Ich habe Nutztierwissenschaften studiert. Daneben habe ich auf Betrieben und auf der Alp mit Kühen und Ziegen gearbeitet. Von Anfang an war mir der Biolandbau sehr wichtig.
Heute halte ich eine Herde Engadinerschafe mit 17 Mutterschafen. Heu bekomme ich von meinem Bruder. Die Weiden befinden sich auf Baulandparzellen. Eigenes Land habe ich nicht."
"Nach der Matura wusste ich nicht, was ich machen wollte, und ging in den Jura, um über meine Zukunft nachzudenken. Dort besuchte ich einen Bauern, der mich einlud, auf seinem Hof mitzuhelfen. Trotz der anfangs schweren Arbeit war ich einfach zufrieden.
Was mich dazu anstachelte, Landwirtschaft zu studieren, waren negative Kommentare über den Biolandbau. Ich wusste somit, dass ich, wenn ich diesbezüglich etwas Fundiertes sagen wollte, studieren musste. Ich habe es nie bereut!"
"Ich liebe das Zusammenleben und Forschen mit den Tieren. Ich lerne viel von ihnen. Das Besondere ist, dass ich dabei viele Helfer*innen habe. Wir sind etwa 20 Personen in einer WhatsApp-Gruppe. Ich schreibe, wenn ich Unterstützung brauche.
Irgendjemand hat immer Zeit, vor allem meine Tochter und mein 'Gottekind'. Viele Leute aus der Nachbarschaft bringen mir ihr altes Brot und holen Wolle oder Mist für ihre Gärten. So sind ganz viele irgendwie beteiligt!"