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Ausbildungskonzept

Das Ausbildungskonzept verbindet Lernen im Berufsalltag mit gezielter fachlicher, methodischer und persönlicher Weiterentwicklung. Es orientiert sich an Grundsätzen der Erwachsenenbildung sowie am Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR). Neben Fach- und Branchenwissen stehen insbesondere Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Zusammenarbeit und die Reflexion der eigenen beruflichen Entwicklung im Mittelpunkt. 

Ein wesentliches Prinzip ist die enge Verbindung von betrieblicher Praxis und überbetrieblicher Qualifizierung. Praxisnahe Lern- und Erprobungsräume, beispielsweise durch Projektarbeit und gemeinsames Lernen, unterstützen die Trainees dabei, Erfahrungen zu reflektieren und erworbene Kompetenzen unmittelbar im Arbeitsalltag anzuwenden. Die aktive Einbindung von Trainees und Ausbildungsunternehmen ermöglicht zugleich eine bedarfsgerechte und praxisnahe Gestaltung des Programms.

Die konkrete Umsetzung erfolgt durch Training on-the-job, Training off-the-job und Vernetzung innerhalb der Biobranche.

Training on-the-job

Das Training on-the-job bildet den praktischen Schwerpunkt des Programms. Rund elf Monate verbringen die Trainees in ihrem Ausbildungsunternehmen und sind dort in das Tagesgeschäft eingebunden. Grundlage ist ein individueller Ausbildungs- und Lernweg, entlang dessen sie zunehmend eigene Aufgaben und Verantwortung übernehmen.

Eine feste Betreuungsperson im Unternehmen begleitet die Entwicklung während des Traineejahres. Regelmäßige Feedback- und Transfergespräche unterstützen dabei, Lernziele zu überprüfen und Erfahrungen aus dem Training off-the-job in den Arbeitsalltag zu übertragen.

Zur praktischen Ausbildung gehören außerdem eine eigene Projektarbeit und eine Hospitation in einem anderen Unternehmen oder einer anderen Organisation. Dadurch können die Trainees zusätzliche Arbeitsbereiche und Perspektiven der ökologischen Wertschöpfungskette kennenlernen.

Bei Bedarf steht den Trainees zusätzlich ein individuelles Coaching zur Verfügung. Es bietet Raum, Herausforderungen im Berufsalltag, die eigene Rolle im Team und Fragen der persönlichen Weiterentwicklung gemeinsam mit einer ausgebildeten Coachin zu reflektieren. 

Training off-the-job

Das Training off-the-job ergänzt die betriebliche Praxis durch eine gemeinsame überbetriebliche Qualifizierung. Es umfasst 19 Seminartage: vier Präsenzmodule mit insgesamt 14 Tagen sowie fünf Online-Schulungstage. Ergänzende E-Learning-Angebote bereiten ausgewählte Inhalte vor und ermöglichen individuelle Vertiefungen. 

Die Inhalte umfassen drei miteinander verbundene Kompetenzbereiche:

  • Fach- und Branchenwissen zur ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft und ihren Wertschöpfungsketten
  • Methodische Kompetenzen beispielsweise in Projektmanagement, Moderation, Kommunikation sowie Zeit- und Selbstmanagement
  • Persönliche und soziale Kompetenzen für Zusammenarbeit, Selbstreflexion und die weitere berufliche Entwicklung.

Vernetzung

Vernetzung ist ein wesentlicher Bestandteil des Traineeprogramms. Während der gemeinsamen Ausbildung lernen die Trainees Nachwuchskräfte und Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der ökologischen Wertschöpfungskette kennen und bauen frühzeitig ein berufliches Netzwerk auf.

Gemeinsame Module, kollegiale Unterstützungsteams und branchenübergreifende Projekte schaffen Raum für Austausch und Zusammenarbeit. Auch ehemalige Trainees werden in die Vernetzung einbezogen. So ist über die Jahrgänge hinweg ein Alumni-Netzwerk entstanden, das weit über die eigentliche Ausbildungszeit hinausreicht. Mit inzwischen rund 500 Absolvent*innen verfügt das Traineeprogramm über ein umfangreiches Alumni-Netzwerk in der Bio-Branche

Traineeprogramm Jahrgänge 1-22