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Lohnverarbeitung für alle – überall!

Abstract

Damit ökologisch sinnvolle und authentische Produkte von (Bio-)Landwirtschaftsbetrieben zu realistischen Preisen im Direktverkauf und in der Region angeboten werden können, braucht es eine vorgelagerte Verarbeitungsstufe. Die dafür notwendigen Verarbeitungsschritte können die Betriebe oft nicht vollständig selbst übernehmen. Geeignete Verarbeitungsinfrastrukturen fehlen vielerorts oder rechnen sich wirtschaftlich nicht, was zu ineffizienten Lösungen führt. Häufig basiert die Verarbeitung zudem auf unbezahlter oder schlecht bezahlter Arbeit von weiblichen Familienmitgliedern. Gleichzeitig stehen viele lokale Lebensmittel-KMU unter wirtschaftlichem Druck. Die Lohnverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten kann für sie eine attraktive zusätzliche Einkommensquelle darstellen, ohne dass sie die Endprodukte selbst vermarkten müssen. Dadurch bleibt die Wertschöpfung in der Region.

Landwirtschaftliche Betriebe sind regelmässig auf der Suche nach geeigneten Lohnverarbeitungsbetrieben für unterschiedliche Verarbeitungsschritte. Viele Lebensmittel-KMU stehen der Verarbeitung von Bioprodukten jedoch zurückhaltend gegenüber, da sie Unsicherheiten hinsichtlich der Anforderungen und Kontrollen haben. Die im Rahmen dieses Projekts geplante Beratungsoffensive soll Landwirtschaft und Gewerbe näher zusammenbringen. Insbesondere sollen KMU dafür sensibilisiert werden, dass ihre Dienstleistungen gefragt und wertgeschätzt sind und sich mit vergleichsweise geringem Aufwand zusätzliche Einkommensmöglichkeiten erschliessen lassen. Ziel ist es, KMUs durch Schulungen für die Lohnverarbeitung von Bioprodukten zu befähigen. Gleichzeitig sollen Gewerbeverbände und Bio-Landwirtschaftsorganisationen die Beratungsoffensive bekannt machen. Über das entstehende Netzwerk sollen Landwirtschaftsbetriebe zudem geeignete KMU in ihrer Region finden und für eine Zusammenarbeit gewinnen können.

Das FiBL führt das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der bio.inspecta AG, Bio Suisse, Demeter Schweiz und dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) durch. Die Beratungs- und Schulungsangebote sollen nach Ablauf der dreijährigen Projektlaufzeit selbsttragend über Kursgebühren finanziert werden.

Finanzierung

  • Leopold Bachmann Stiftung (LBS)

Projektpartner

  • bio.inspecta AG 
  • Bio Suisse
  • Demeter Schweiz
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

FiBL-Projektleitung

FiBL-Mitarbeitende

Rolle des FiBL

Projektleitung

FiBL-Projektnummer

3591200

Änderungsdatum

14.10.2026
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