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Nachhaltiger Schweizer Weingenuss

Abstract

In Europa ist der Weinbau für 40 % des gesamten Pestizideinsatzes verantwortlich. Eine Schlüsselstrategie zur Reduzierung dieser Pflanzenschutzmittel (PSM) ist der Anbau von mehrfachresistenten Rebsorten, die auch als PIWI-Sorten (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) bekannt sind. Dies ist ein entscheidendes Instrument, um die PSM-Reduktionsziele des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutzmittel zu erreichen.

Die Einführung neuer Rebsorten ist für Winzer*innen jedoch mit hohen Investitionskosten und einer Anlaufzeit von drei bis vier Jahren von der Jungrebenproduktion bis zum ersten Ertrag verbunden. Da eine Rebfläche rund 35 Jahre lang besteht, ist die Sortenwahl eine langfristige und weitreichende Entscheidung.

Hier setzt oenoPIWI an. Das Projekt knüpft an den Versuch des Vorgängerprojekts innoPIWI an und zielt darauf ab, der Praxis fundierte Informationen zu etwa 40 neuen, robusten Rebsorten zur Verfügung zu stellen. Dieser Versuch wird an drei Standorten mit unterschiedlichem Klima durchgeführt:

  • Frick: FiBL
  • Wädenswil: Weinbauzentrum Wädenswil/Agroscope
  • Nyon: Hochschule für Weinbau und Önologie Changins

Forschungsschwerpunkte und Ziele:

An allen drei Standorten werden agronomische, önologische und organoleptische (qualitative) Kriterien der Rebsorten systematisch erfasst und verglichen.

  • Am FiBL werden gezielte Pflanzenschutzstrategien untersucht. Ziel ist es, praxistaugliche Empfehlungen zu entwickeln und neue Produkte als potenziellen Kupferersatz zu testen.
  • Ein etabliertes Praxisnetzwerk soll gepflegt und erweitert werden, um interessierten Winzer*innen eine zentrale Anlaufstelle zu bieten und den Erfahrungsaustausch zu fördern.
  • Detaillierte Sortenblätter mit den spezifischen Eigenschaften der Rebsorten werden erstellt, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Sortenwahl zu liefern.
Offizielle Projektwebsitehttps://www.innopiwi.ch/
Finanzierung/ Donor
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), Schweiz
(Forschungs-)Programm
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Förderung von Bildung, Forschung und Innovation
Projektpartner
  • Weinbauzentrum Wädenswil (WBZW), Schweiz
  • Forschungsgruppe Agroscope Wädenswil, Schweiz
  • Hoschschuke für Weinbau und Önologie (HES-SO) Changins, Schweiz
FiBL Projektleitung/ Kontakt
FiBL Mitarbeitende
Rolle des FiBL

Projektleitung

Weiterführende Informationen
FiBL Projektnummer 25176
Änderungsdatum 25.03.2026
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