In Europa ist der Weinbau für 40 % des gesamten Pestizideinsatzes verantwortlich. Eine Schlüsselstrategie zur Reduzierung dieser Pflanzenschutzmittel (PSM) ist der Anbau von mehrfachresistenten Rebsorten, die auch als PIWI-Sorten (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) bekannt sind. Dies ist ein entscheidendes Instrument, um die PSM-Reduktionsziele des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutzmittel zu erreichen.
Die Einführung neuer Rebsorten ist für Winzer*innen jedoch mit hohen Investitionskosten und einer Anlaufzeit von drei bis vier Jahren von der Jungrebenproduktion bis zum ersten Ertrag verbunden. Da eine Rebfläche rund 35 Jahre lang besteht, ist die Sortenwahl eine langfristige und weitreichende Entscheidung.
Hier setzt oenoPIWI an. Das Projekt knüpft an den Versuch des Vorgängerprojekts innoPIWI an und zielt darauf ab, der Praxis fundierte Informationen zu etwa 40 neuen, robusten Rebsorten zur Verfügung zu stellen. Dieser Versuch wird an drei Standorten mit unterschiedlichem Klima durchgeführt:
Forschungsschwerpunkte und Ziele:
An allen drei Standorten werden agronomische, önologische und organoleptische (qualitative) Kriterien der Rebsorten systematisch erfasst und verglichen.
Projektleitung