"Das bedrückende Gefühl, dass sich die wissenschaftlichen Analysen, die wir am FiBL seit vielen Jahren gemacht haben, so sehr bestätigt haben", sagt Jürg Sanders auf die Frage, was er aus dem Sommer 2026 mitnimmt. Ein kurzer Unterbruch der Trockenheit mit ein bisschen Niederschlag Anfang September ist längst wieder verdunstet und die Land- und Ernährungswirtschaft hofft darauf, dass der nächste Sommer weniger krass wir.
Für Sanders ist klar: Klimaschutz ist nach wie vor wichtig. "Wir müssen es hinkriegen, den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu reduzieren", sagt Sanders, "und das können wir auch, wir haben ja auch gute Lösungsinstrumente. Gleichzeitig gibt es aber auch die Notwendigkeit, das Thema Klimaresilienz und -anpassung zu bearbeiten. Das wird jedes Jahr dringlicher, deshalb haben wir in der FiBL-Strategie festgehalten, dass wir Klimaschutz und Klimaresilienz zukünftig gezielt kombiniert angehen wollen", ergänzt er.
Sanders erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der Grundgedanke des Biolandbaus es ja sei, eine möglichst hohe systemische Stabilität hinzubekommen. "Wenn wir uns die Tiere ansehen, geht es nicht nur darum, dass auf den Betrieben Tiere sind, die sich durch eine besonders hohe Leistung auszeichnen, sondern auch, dass sie robust sind. Und in gleicher Weise auch im Pflanzenbau. Das sind Grundelemente des Biolandbaus", so Sanders. "Und deswegen sieht man ja auch, dass viele konventionelle Landwirt*innen ein Interesse an biologischen Praktiken haben. Insofern sehe ich die Attraktivität des Biolandbaus nach diesem Sommer gestärkt".
Weitere Informationen
Kontakte
- Jürn Sanders
- Adrian Krebs, Mediensprecher Schweiz
Links
- fibl.org: "Stimme" von Jürn Sanders: "Ein Hitzesommer kostet mehrere 100 Millionen Franken"
- fibl.org: Alle "Stimmen zum Klima"
