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Pilotprojekt untersucht Chancen von Solar­modulen über Reben

Reben unter Solarmodulen und hellblauer Himmel.

Auf dem Zelglihof in Sissach wurden die Solarmodule in unterschiedlichen Anordnungen installiert. (Foto: FiBL, Corinne Obrist)

Auf dem Zelglihof im Schweizer Sissach startet ein Forschungsprojekt zur Agriphotovoltaik im Weinbau. Die Solarmodule sollen nicht nur Strom produzieren, sondern die Reben auch vor den Folgen des Klima­­wandels schützen. Das FiBL untersucht während der dreijährigen Projektlaufzeit, wie sich die Anlage auf Ertrag, Traubenqualität und das Mikroklima im Rebberg auswirkt.

Rebflächen liegen an den sonnigsten Standorten und sind aufgrund ihrer Exposition und Hanglage prädestiniert für eine hohe Sonneneinstrahlung. Genau dort setzt das Potenzial der Agriphotovoltaik an: Die Solarmodule sollen gleichzeitig Strom erzeugen und die Reben vor Hitze, Trockenheit und anderen Wetterextremen schützen.

Agriphotovoltaik verbindet die Produktion von Lebensmitteln und Solarstrom auf derselben Fläche. Im Freiland sind solche Anlagen in der Schweiz bislang nicht erlaubt, für die Rebe als Freilandkultur fehlen deshalb bisher Erfahrungen. Auf dem Zelglihof wurde im Rahmen eines grenzüberschreitenden Interreg-Projekts deshalb eine Pilotanlage gebaut. Hier sowie an zwei weiteren Standorten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird untersucht, wie viel Strom die Anlagen produzieren können und wie sie sich auf die Reben darunter auswirken. Das Projekt befasst sich zudem mit der gesellschaftlichen Akzeptanz sowie den rechtlichen und planerischen Voraussetzungen.

Ein ausführlicher Artikel über das neue Forschungsprojekt ist auf Bioaktuell.ch zu lesen (Link s. unten)

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Linnéa Hauenstein

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