Die durch Bodenpathogene verursachte Wurzelfäule in Erbsen stellt eine zentrale Herausforderung für den nachhaltigen Pflanzenschutz dar, die sich durch den Klimawandel verschärft und die Ertragssicherheit von Erbsen und anderen Leguminosen in Schweizer Fruchtfolgen gefährdet.
Leguminosen sind essenziell für die Versorgungssicherheit mit nachhaltig produzierten proteinreichen Nahrungs- und Futtermitteln, deren Nachfrage steigt. Erbsen fixieren Stickstoff biologisch und senken so Düngerbedarf und Klimagasemissionen. Derzeit sind jedoch lange Fruchtfolgepausen nötig, da häufiger Anbau von Leguminosen spezialisierte Bodenpathogene fördert und so Bodenermüdung und Ernteausfälle verursacht. Um diese Hindernisse zu überwinden, hat das FiBL über 250 Erbsenlinien getestet und erste genomische Regionen für direkte und mikrobiombasierte Wurzelfäuleresistenz identifiziert. Nun bietet sich durch eine Zusammenarbeit mit dem renommierten John Innes Centre (JIC) und der internationalen Saatgutfirma KWS die Gelegenheit, internationales Wissen zu bündeln, gezielt zu ergänzen und mit dem Swiss Plant Breeding Center (SPBC) sowie der Getreidezüchtung Peter Kunz (gzpk) in der Schweiz nutzbar zu machen.
Gestützt auf das genetisch diverse Material des JIC, einschliesslich Crop Wild Relatives, zielen wir in diesem Projekt darauf ab, neue Resistenzquellen zu finden, präzise Resistenzmarker zu entwickeln und diese für die markergestützte Selektion in neu aufgebauten Resistenzpopulationen einzusetzen und so die präventiven Schutzmöglichkeiten gegen Wurzelfäule durch robustere Sorten zu erweitern. Die Integration der Marker in ein Schweizer Züchtungsprogramm unterstützt die nationale Wertschöpfung und den direkten Praxistransfer.
Projektleitung