Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome

On-Farm-Versuche zur Schwefeldüngung

Im Vordergrund steht ein grünes Weizenfeld, im Hintergrund sind Berge zu sehen.

Eins der Versuchsfelder mit Mahlweizen liegt im Kanton Solothurn. Foto: Aline Dallo

Das FiBL-Projekt "Schwefelversorgung im Bioackerbau" untersucht den Nutzen einer gezielten Schwefeldüngung im Bioackerbau. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass eine zusätzliche Schwefeldüngung bei Winterweizen auf gut versorgten Standorten mit regelmässiger organischer Düngung nicht zu einem höheren Ertrag oder Proteingehalt führt. Anders sieht es für Kunstwiesen an einem für Schwefelmangel anfälligen Standort aus: Hier kann eine Düngung mit Sulfatschwefel den Futterertrag verbessern.

Über die Schwefelversorgung im Schweizer Bioackerbau ist bisher nicht viel bekannt. Unter anderem weil Schwefel in den üblichen Bodenanalysen nicht standardmässig untersucht wird. Zudem können die Symptome eines Schwefelmangels leicht mit Stickstoffmangel verwechselt und somit nicht erkannt werden. Das ist ein Grund für das Projekt "Schwefelversorgung im Bioackerbau". Es läuft von 2024 bis 2027 und wird durch Bio Suisse und den Kanton Zürich finanziert.

Vorgehen und Methoden

Während der vierjährigen Projektlaufzeit werden auf Praxisbetrieben Feldversuche mit zugelassenen Schwefeldüngern durchgeführt. Im Fokus stehen Körner- und Futterleguminosen, Winterraps und Wintergetreide. Es werden bevorzugt Standorte ausgewählt, bei denen aufgrund der Bodeneigenschaften ein erhöhtes Risiko für Schwefelmangel bestehen könnte. Zu Versuchsbeginn werden Bodenproben auf den Gehalt an mineralischem Schwefel und Stickstoff untersucht. Auf GPS-vermessen Teilflächen werden anschliessend die Schwefeldünger in drei Wiederholungen mit einer ungedüngten Kontrolle verglichen. Die Wirkung wird anhand von Pflanzenanalysen, Bestandesentwicklung und Ertragserhebungen überprüft. Bei Wintergetreide werden zusätzlich Qualitätsparameter wie Proteingehalt und Backqualität untersucht. Bei Futterleguminosen wird teilweise auch die Wirkung auf die Folgekultur betrachtet.

Ein ausführlicher Artikel über das Projekt ist auf Bioaktuell.ch zu lesen (Link s. unten)

Weitere Informationen

Kontakt

Aline Dallo

Links