"Wir haben im Strategieprozess realisiert, dass wir in diesem Bereich noch viel Potenzial haben. Deshalb haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet und versucht, das Thema selbst in die Hand zu nehmen", berichtet Maura Ellenberger. Sie arbeitet in zwei Departementen als Assistenz der Departementsleitung und koordiniert die Arbeitsgruppe gemeinsam mit Santiago Perez-Bernal, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Gemüse- & Gartenbau. Eine Befragung der Mitarbeitenden lieferte Massnahmen, die am FiBL umgesetzt werden könnten, um die betriebliche Nachhaltigkeit zu verbessern.
Dabei zeigte sich schnell, dass diese Sammlung nicht genügt. "Wir haben gemerkt, dass wir unbedingt eine grundlegende Systematik benötigen, um unsere Bemühungen zu strukturieren, zu priorisieren und messbar zu machen", sagt Maura Ellenberger.
Diese Systematik entsteht bis Ende Jahr mit Unterstützung von Expertinnen und Experten des AKB-Förderprogramms. Für das Förderprogramm werden jedes Jahr zehn KMU aus dem Marktgebiet der AKB ausgewählt und bei ihren ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsvorhaben unterstützt. "Wir sind überzeugt, dass uns die Teilnahme den nötigen Rückenwind gibt, um unser Projekt in die richtigen Bahnen zu lenken", sagt Richard Tüscher, CFO und Vizevorsitzender der Geschäftsleitung des FiBL in der Schweiz.
Energieverbrauch zentral
Bislang sind noch nicht alle Inhalte der Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt, sicher ist jedoch, dass der CO2-Fussabdruck eine zentrale Rolle spielen wird. Dafür müssen der Energieverbrauch erhoben und die Mobilität erfasst werden. "Das ist ein grosser Aufwand, denn unsere Mitarbeitenden sind für ihre Projekte viel im Ausland unterwegs. Bislang wurden diese Reisen nicht im Detail erfasst und auch nicht gesteuert", erläutert Santiago Perez-Bernal.
Die Unterstützung durch das Förderprogramm hilft besonders dort, wo die Zeit fehlt. "Die Erarbeitung des Nachhaltigkeitskonzepts ist sehr komplex und zeitintensiv. Entsprechend ist es nicht einfach, neben dem normalen Arbeitsalltag genügend Ressourcen zu finden. Die Unterstützung der Expertinnen und Experten ist bei der Strukturierung daher sehr wertvoll", sagt Maura Ellenberger. Teil der Nachhaltigkeitsstrategie soll auch sein, die Massnahmen aus der Befragung der Mitarbeitenden zu priorisieren und ihre Umsetzung zeitlich zu planen. "Wir wollen mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie das Fundament legen, um die Nachhaltigkeit als festen Bestandteil der Organisationsentwicklung zu verankern und die Umsetzung langfristig systematisch zu steuern", so Richard Tüscher.
