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Fleisch aus Hoftötung einfacher finden

Screenshot von hoftoetung-schweiz.ch mit Karte.

Auf hoftoetung-schweiz.ch finden Konsument*innen Verkaufsstellenkarten für Fleisch aus Hoftötung. (Screenshot: KAGfreiland)

Screenshot der Website hoftoetung-schweiz.ch.

Die Plattform bietet zudem weiterführende Informationen über die Vorteile der Hoftötung. (Screenshot: KAGfreiland)

Die Nutztierschutz-Organisation KAGfreiland hat die Plattform www.hoftoetung-schweiz.ch lanciert. Zentrales Element sind zwei interaktive Karten des FiBL, die erstmals einen nationalen Überblick über Betriebe und Angebote rund um Fleisch aus Hoftötung ermöglichen. Ziel ist es, Konsument*innen für die stressarme Schlachtmethode zu sensibilisieren sowie Produzent*innen und Gastrobetrieben, welche Fleisch aus Hoftötung anbieten, Sichtbarkeit zu verschaffen.

Lange Zeit war der Weg zum Schlachthof für Schweizer Nutztiere unausweichlich – oft verbunden mit Transportstress und Angst in fremder Umgebung. Dieser Stress kann zudem einen negativen Einfluss auf die Fleischqualität haben. Die Hof- und Weidetötung erspart den Tieren den Transportstress zum Schlachthof und gewinnt zunehmend an Bedeutung. KAGfreiland lanciert nun die Webseite www.hoftoetung-schweiz.ch. Die Plattform soll dabei helfen, die Hoftötung aus der Nische zu holen und bekannter zu machen.

Betriebe, Läden und Gatrobetriebe auf interaktiven Karten

Kernstück der Website sind zwei vom FiBL zur Verfügung gestellten und bewirtschafteten Karten. Auf einer interaktiven Verkaufsstellenkarte finden Konsument*innen nach Tierkategorien geordnet Betriebe, die Fleisch aus Hoftötung anbieten. Da das Fleisch derzeit nicht im Detailhandel erhältlich ist, erfolgt der Verkauf primär direkt ab Hof oder über vereinzelte Metzgereien. Eine zweite Karte zeigt Gastrobetriebe und Läden, welche Fleisch aus Hoftötung anbieten – sie befindet sich noch im Aufbau.

Das FiBL forscht seit Jahren zur Hof- und Weidetötung. Es begleitet Betriebe wissenschaftlich und bereitet das Wissen praxisnah auf – etwa mit Merkblättern, Videos und Podcasts zur Umsetzung und zu rechtlichen Rahmenbedingungen. Seit 2024 betreut es das Netzwerk Hoftötung, eine schweizweite Plattform für Erfahrungsaustausch, Wissensvermittlung und Beratung zur Hoftötung. Und auch in der Praxis geht das Institut voran: Das FiBL-Restaurant verarbeitet regelmässig Fleisch aus Hoftötung.

Sichtbarkeit in den Hofläden

Gemäss KAGfreiland praktizieren derzeit rund 300 bis 350 Betriebe in der Schweiz Hoftötung. Konsument*innen wissen aber noch relativ wenig über die Vorteile der Hoftötung und haben kaum eine Übersicht, wo entsprechende Produkte erhältlich sind. Neben den Karten bietet die neue Plattform deshalb umfassende Informationen über die Schlachtmethode.

Landwirtschaftsbetriebe und weitere Anbieter, welche noch nicht auf den Karten aufgeführt sind, können sich direkt über die Website unter "Verkaufsstellen" registrieren. Um das Bewusstsein der Bevölkerung zu stärken, hat KAGfreiland registrierten Betrieben Infoflyer über die neue Online-Plattform zur Verfügung gestellt, die sie in den Hofläden auflegen können. Zudem haben Landwirtschaftsbetriebe die Möglichkeit, ihre Fleischprodukte mit speziellen Etiketten mit dem Hoftötungs-Logo auszuzeichnen. Damit soll für Konsument*innen erkennbar werden, wo Fleischprodukte mit besonders hohem Tierwohlstandard erhältlich sind.

Weitere Informationen

FiBL-Kontakt 

Milena Burri

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