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Fachforen zu Kichererbsen und Trockenbohnen

Trockenbohnen und Kichererbsen als Pflanze mit Blüte und als Samen

Trockenbohnen und Kichererbsen sind angesichts der Klimakrise besonders interessante Kulturpflanzen. (Fotos oben: Magdalena Rangs (li), Rebecca Frank (re). Fotos unten: Bärbel Eisenmann (li), Klaus-Peter Wilbois (re).)

Trockenbohnen und Kichererbsen sind angesichts der Klimakrise besonders interessante Kulturpflanzen. Sie können eine klimafreundliche Ernährung, eine ressourcenschonende Landwirtschaft und die Anpassung an veränderte Klimabedingungen unterstützen. Derzeit gehören sie zu den Nischenkulturen, weshalb viele Fragen zu Anbau, Aufbereitung, Qualität und Vermarktung noch offen sind. Zwei Veranstaltungen informieren im November über aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen in den Bereichen Anbau, Züchtung, Aufbereitung, Verarbeitung und Vermarktung von Trockenbohnen und Kichererbsen. Das FiBL betreut den Wissenstransfer im Leguminosen-Netzwerk, welches die Foren mit organisiert.

Das erste überregionale Trockenbohnenforum findet am 10. und 11. November in Kassel statt und wird vom Leguminosen-Netzwerk (LeguNet) organisiert. Es will Akteur*innen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenbringen. "Die zweitägige Veranstaltung bietet Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und den Blick auf neue Perspektiven für die Trockenbohne in Deutschland", sagt Rebecca Frank aus dem LeguNet-Organisationsteam und ergänzt: "Am ersten Tag stehen Züchtung und Saatgutproduktion, geeigneter Sorten für den deutschen Anbau sowie Ertrag und Qualitätsanforderungen im Mittelpunkt. Der zweite Veranstaltungstag widmet sich der Praxis: Landwirt*innen berichten über ihre Erfahrungen aus dem konventionellen und ökologischen Anbau. Zudem geht es um Möglichkeiten der Aufbereitung sowie Fragen zu Schädlingen und Krankheiten. Den Abschluss bilden die Themen Verarbeitung und Vermarktung aus unterschiedlichen Perspektiven."

Kichererbsen erfolgreich anbauen und vermarkten

Am 18. und 19. November lädt das LeguNet mit den Partnern Regiopakt, der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH und der Initiative Zukunft Land zum dritten Kichererbsenforum nach Lauda bei Würzburg ein. Auch diese Veranstaltungsreihe ist adressiert an alle Akteur*innen entlang der Wertschöpfungskette – von der Züchtung über Landwirtschaft bis hin zur Verarbeitung und Vermarktung. Nach einem Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse laufender Kichererbsen-Projekte geht es um die Kichererbsen-Züchtung. Zudem berichtet ein Landwirt über den Anbau von roten Kichererbsen. Am zweiten Tag liegt der Fokus auf einer erfolgreichen Vermarktung regionaler Kichererbsen und deren Verarbeitung. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, gemeinsam den Betrieb Böres Grünkern in Boxberg zu besichtigen. Der landwirtschaftliche Betrieb hat unter anderem Kichererbsen, Kichererbsenmehl sowie -schrot sowie eine Falafelmischung im Sortiment.

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Hintergrund

Der Bedarf und das Interesse an eiweißreichen und glutenfreien Produkten in der menschlichen Ernährung wachsen stark. Heimische Hülsenfrüchte wie Trockenbohnen und Kichererbsen sind neben weiteren Körnerleguminosen wie Erbse, Soja, Lupine und Co. voll im Trend. Die Anbauzahlen dieser Körnerleguminosen steigen, ihr Potenzial ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Die Ackerbaustrategie der Bundesregierung strebt bis zum Jahr 2030 einen Anteil von zehn Prozent Leguminosen in der Fruchtfolge an. Das LeguNet unterstützt den Aufbau von Wertschöpfungsketten für Körnerleguminosen, um den Selbstversorgungsgrad in Deutschland zu erhöhen. Das modellhafte Demonstrationsnetzwerk zur Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Körnerleguminosen in Deutschland (LeguNet) wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der BMELH-Eiweißpflanzenstrategie.