Die Studie stützt sich auf umfassende Analysen von INVEKOS-, ÖPUL- und Marktdaten, Expert*innen-Interviews sowie eine Online-Befragung. Sie liefert damit eine fundierte wissenschaftliche Grundlage für die Weiterentwicklung der österreichischen Bio-Politik.
Der Fokus der Evaluierung wurde auf die Bio-Flächenziele (30 % bis 2027, 35 % bis 2030) gelegt. Die Ergebnisse zeigen: Die biologische Landwirtschaft ist in Österreich strukturell gut etabliert. Die Bio-Maßnahme im ÖPUL trägt wesentlich zur Stabilisierung der bestehenden Bioflächen bei.
Gleichzeitig wird deutlich, dass zusätzliche Dynamik nicht allein durch Fördermaßnahmen entsteht. Auch das Zusammenspiel von Marktbedingungen, Wertschöpfung, Wissenstransfer und praxistauglichen Rahmenbedingungen beeinflusst die Entscheidungen landwirtschaftlicher Betriebe zur Umstellung auf biologische Bewirtschaftung und zum Verbleib im Bio-Sektor.
Der weitere Ausbau der biologischen Landwirtschaft bleibt ein zentrales Ziel für Umwelt, Klima, Biodiversität und Tierwohl. Die Evaluierung verdeutlicht zugleich, dass die Erreichung der Bio-Ziele eine gemeinsame Aufgabe entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist – von Politik, Beratung und Bildung über Verarbeitung, Handel und Gemeinschaftsverpflegung bis hin zu den Konsument*innen.
Eine nachhaltige Weiterentwicklung des Bio-Sektors gelingt daher nur, wenn Angebot, Nachfrage und agrarpolitische Rahmenbedingungen gemeinsam gestärkt und aufeinander abgestimmt werden.
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