Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome

Neue Trotte, neue Möglichkeiten – das Weingut FiBL ist bereit für die Zukunft

Raum mit einer Theke auf der Wein steht und Person im Hintergrund.

Die Trotte des Weingut FiBL wurde umfangreich modernisiert... (Fotos: FiBL, Christian Pfister)

Raum mit Theke, Metallfässern und weiteren Gerätschaften.

...und ist jetzt fit für die nächsten Entwicklungsschritte im Weinbau.

Ein Mann, der an einem Metallfass hantiert.

Thomas Löliger, einer der Winzer am Weingut FiBL, in den modernisierten Räumlichkeiten.

Mit dem Umbau der Trotte – dem Ort, wo die Weine gekeltert werden – hat das Weingut FiBL einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht. Die modernisierte Infrastruktur ermöglicht heute nicht nur effizientere Abläufe, sondern eröffnet auch neue Spielräume für Forschung, Mikrovinifikationen und die Weiterentwicklung des Sortiments. Die Trotte ist Teil des FiBL Campus in Frick (Schweiz).

Die Trotte am Weingut FiBL war in die Jahre gekommen. 1983 gebaut, hatte sie über vier Jahrzehnte treue Dienste geleistet – doch nach 42 Jahren war klar: Eine umfassende Erneuerung lässt sich nicht länger aufschieben. "Mit der Lüftung hatten wir zunehmend Probleme, auch der Boden war an vielen Stellen kaputt", sagt Winzer Thomas Löliger. Der Umbau habe sich aufgedrängt, nicht zuletzt auch aus sicherheitsrelevanten Gründen. Ziel war es, die Trotte wieder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen – und sie gleichzeitig fit für die nächsten Entwicklungsschritte im Weinbau zu machen.

Verbesserte Logistik und erhöhte Kapazitäten

Im Zentrum des Umbaus standen grundlegende bauliche Massnahmen: Der Boden im Hauptraum war beschädigt und musste ersetzt werden, die Lüftung wurde komplett erneuert, die Beleuchtung deutlich verbessert. Gleichzeitig wurde die Kühlkapazität ausgebaut – ein entscheidender Punkt für die heutigen Prozesse des Weinguts. "Wir brauchen inzwischen viel mehr Flexibilität, was die Kellernutzung angeht", erklärt Thomas Löliger.

Während das Weingut FiBL früher hauptsächlich Pinot Noir und Riesling-Silvaner in grossen Tanks verarbeitet hat, ist das Sortiment heute deutlich vielfältiger. Kleinere Tanks für verschiedene Sorten und Mikrovinifikationen aus Versuchen sind zur Normalität geworden, es werden Weine zwischen 10 und 2000 Litern vinifiziert. Viele davon sind Lohnkelterungen im Auftrag von Produzent*innen aus der Region.

Ein wichtiger Meilenstein des Umbaus ist der neue Barrique-Keller. Endlich gäbe es genügend Platz für die Lagerung und den Ausbau von Weinen im Holzfass, so Thomas Löliger. Auch logistisch wurde die Trotte modernisiert: Der Keller ist nun durchwegs hubwagengängig, was die Arbeit im Alltag erheblich erleichtert. Für Kund*innen sichtbar ist zudem die neue Theke – der Raum wirkt frischer, aufgeräumter und einladender.

Passende Infrastruktur für Innovationen

Das Weingut FiBL, das 2001 gegründet wurde, ist mit dem Umbau sinnbildlich im Jahr 2026 angekommen. Die Renovation war dringend nötig und eröffnet nun zusätzlich neue Perspektiven. Besonders freut sich Thomas Löliger über das Potenzial für Mikrovinifikationen. Die Infrastruktur ist heute so ausgelegt, dass künftig bis zu 30 Mikrovinifikationen pro Jahr möglich sind – unter anderem mit neuen, krankheitsresistenten Rebsorten aus dem InnoPiwi-Projekt des FiBL.

Auch im Produktportfolio tut sich einiges: Die neu lancierte fruchtig-süsse Traubensaftschorle stösst auf gute Resonanz und die Schaumweine aus dem letztjährigen Sektkurs haben sich stark entwickelt. Gleichzeitig blickt das Team forschungsorientiert nach vorne. Der Umgang mit neuen Rebsorten, innovative Vinifikationsmethoden und die Suche nach alkoholfreien Produkten stehen im Fokus. "Jetzt haben wir dafür die passende Infrastruktur", sagt Thomas Löliger.

Autor: Jeremias Lütold, FiBL

Weitere Informationen

Kontakt

Links