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Nährstoffmanagement & Symbiosen

Für die Pflanzenernährung im Biolandbau sind die Bodenfruchtbarkeit und Pflanzensymbiosen zentral. Ein fruchtbarer Boden ist in einem guten physikalischen, chemischen und biologischen Zustand und kann seine ökologischen Funktionen erfüllen. Symbiontische Wurzelpilze (Mykorrhiza) fördern insbesondere die Phosphoraufnahme der Pflanzen, während Knöllchenbakterien, die in Symbiose mit Leguminosen leben, einen wichtigen Beitrag zur Stickstoffbilanz leisten. In gemischten Biobetrieben ist der betriebliche Nährstoffkreislauf zwischen Pflanze und Tier so weit wie möglich geschlossen. Mit allen verkauften Produkten werden jedoch Nährstoffe abgeführt, so dass der Boden langfristig verarmen kann. Um den Nährstoffkreislauf zwischen Gesellschaft (Abfälle, Klärschlamm) und Landwirtschaft zu schliessen, braucht es Technologien, die strenge Anforderungen an die Hygiene sowie den Nährstoff- und Schadstoffgehalt der produzierten Recyclingdünger erfüllen und zugleich mit den Auflagen des Biolandbaus übereinstimmen.

Wir untersuchen aktuell unter anderem folgende Aspekte des Nährstoffmanagements:

  • Wie kann die biologische Fixierung von Stickstoff durch die Symbiose von Knöllchenbakterien und Leguminosen optimal genutzt werden?
  • Welche Vorteile bietet eine Förderung der Wurzelpilze in Bezug auf Bodenstruktur, Phosphoraufnahme und Resilienz gegen Trockenheit?
  • Wie kann der Bedarf an Stickstoff während Phasen intensiven Pflanzenwachstums gedeckt werden, wenn die Nachlieferung aus dem Boden nicht ausreicht?
  • Kann Pflanzenkohle gasförmige Emissionen und Auswaschungsverluste von Stickstoff in die Umwelt verringern?
  • Kann der Einsatz von Recyclingdüngern dazu beitragen, eine strukturelle Abhängigkeit des Biolandbaus von der konventionellen Tierhaltung zu vermeiden?

Kontakt

Else Bünemann-König