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Bio als Vorbild? Globales Treffen der Bionutztierbranche am FiBL

Eine grosse Gruppe von Menschen vor einem Gebäude.

Die Teilnehmenden der IAHA-Konferenz vor dem Alvarium-Gebäude am FiBL in Frick. (Foto: FiBL, Eva Föller)

Fünf Menschen vor einer Treppe.

Otto Schmid übergibt sein Amt als IAHA-Vorsitzender an Muazzez Cömert aus der Türkei und Florian Leiber, rechts im Bild die Konferenz Co-Organisatorinnen Rennie Eppenstein und Barbara Früh (von links nach rechts). (Foto: FiBL, Eva Föller)

Am FiBL hat diese Woche die grösste Nutztierkonferenz der internationalen Bioorganisationen stattgefunden. Rund 200 Personen nahmen vor Ort und online an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt der IAHA-Konferenz stand die Frage, ob Biotierhaltung als Vorbild dienen kann. Die Konferenz verabschiedete den langjährigen Vorsitzenden der IAHA, Otto Schmid. Den Co-Vorsitz übernimmt nun sein FiBL-Kollege Florian Leiber.

Das Konferenzgebäude des FiBL heisst Alvarium, lateinisch für Bienenstock. In den letzten drei Tagen, vom 28. bis zum 30. April, waren das Alvarium und das ganze FiBL-Areal in Frick passenderweise bevölkert wie ein Bienenstock. Der Grund war die IAHA-Konferenz 2026 mit rund 180 Teilnehmenden vor Ort.

Organisiert wurde die Konferenz von FiBL und IAHA. IAHA steht für "IFOAM Animal Husbandry Alliance". Sie ist die Diskussions-Plattform für Nutztierhaltung von IFOAM, der weltweiten Dachorganisation der Verbände und Assoziationen des biologischen Landbaus.

Drei Tage zur Bionutztierhaltung

Die Teilnehmer*innen – Forschende, Landwirt*innen und Vertreter*innen von Verbänden – aus Afrika, Amerika, Asien, Europa und Ozeanien debattierten während dreier Tage über die Bionutztierhaltung im Allgemeinen und im Speziellen über das Konferenzthema "Organic animal husbandry: a role model for the future of livestock?" (Biotierhaltung: Ein Vorbild für die Zukunft der Nutztiere?).

Eine abschliessende Antwort auf diese Frage findet sich nicht innert drei Tagen, auch wenn die kundigsten Köpfe der Branche versammelt sind. Die Abschlusserklärung ist deshalb noch in Bearbeitung und wird in den nächsten Wochen an dieser Stelle publiziert.

Biolandwirtschaft braucht Tiere

Unbestritten war aber die Feststellung, dass die Biolandwirtschaft Tiere braucht. Einerseits weil sie eine wichtige Rolle spielen in geschlossenen Kreisläufen auf den Biobetrieben. Andererseits weil die Nachfrage der Konsument*innen für tiergerecht und nachhaltig produzierte tierische Bioprodukte und deshalb auch ihre ökonomische Bedeutung hoch sind.  An einem Mediengespräch zum Auftakt der Konferenz hatten sowohl Jürn Sanders und Florian Leiber vom FiBL, wie auch Julia Lernoud von der IFOAM diese Tatsache betont.

Ebenso unbestritten ist, dass die Haltungsbedingungen und das Tierwohl in der biologischen Landwirtschaft weiter verbessert werden sollen, deshalb diskutierten die Konferenz-Teilnehmenden unter anderem ausführlich über Wege, wie dieses Ziel für alle Nutztier-Gattungen erreicht werden kann. 

Umfangreiches Programm

Neben dem umfangreichen Programm mit Vorträgen, Debatten und Posterpräsentationen blieb an der IAHA-Konferenz ausreichend Zeit für den sozialen Austausch und die Begutachtung der Schweizer Biotierhaltung. Am letzten Tag standen mehrere Exkursionen zur Auswahl. Auch dank idealem Wetter konnten sich die besuchten Betriebe und das FiBL im besten Licht präsentieren.

Zum Abschluss der Konferenz verabschiedeten die Teilnehmenden ihren langjährigen Vorsitzenden und FiBL-Pionier Otto Schmid mit einer Standing Ovation. Schmid war einer der Mitgründer der IAHA, die 2012 in Hamburg aus der Taufe gehoben worden war. In den letzten 14 Jahren war er der Vorsitzende der IFOAM-Plattform für Nutztierhaltung. Sein Amt übernehmen nun gemeinsam Muazzez Cömert aus der Türkei und Florian Leiber vom FiBL.

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