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Fachvideo zur Digitalisierung und Technik in der Haltung unkupierter Schafe

Das Tierwohl-Kompetenzzentrum Schaf zeigt, wie die Haltung unkupierter Schafe mit Hilfe moderner Technik und der Digitalisierung zukunftsfähig gemacht werden kann. Die Schäferei Pieper aus Hessen beteiligt sich als Netzwerkbetrieb aktiv an dem Projekt und präsentiert in einem Fachvideo, wie elektronische Ohrmarken sowie Fang- und Sortiereinrichtungen die tägliche Arbeit erleichtern. Das FiBL Deutschland kümmert sich dabei unter anderem um die Erstellung von Informationsvideos für Praktiker.

(Frankfurt, 01.09.2022) Die Haltung unkupierter Schafe kann einige Herausforderungen mit sich bringen. Im Rahmen des Projektes Tierwohl-Kompetenzzentrum (TWZ) Schaf werden praxisorientierte Handlungsempfehlungen präsentiert, damit die Haltung unkupierter Schafe gut gelingt.

Die Einführung neuer Technik sowie die Digitalisierung können dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Wie z.B. der Einsatz von elektronischen Ohrmarken in Verbindung mit einem digitalen Herdenmanagementsystem und einer damit gekoppelten Fang- und Sortieranlage auf einem Praxisbetrieb aussehen kann, zeigt die Schäferei Pieper im Video "Unkupierte Schafe halten – Digitalisierung und Technik für die Zukunft", das unter folgendem Link abrufbar ist: https://youtu.be/acpPZU2tJIY

Das Ziel des Projektes TWZ Schaf ist die Steigerung des Tierwohls in der Schafhaltung durch Bündelung der Kompetenzen für Tiergesundheit, Zucht und Beratung beim Schaf. Der Schwerpunkt liegt auf der Haltung von Tieren mit unkupierten Schwänzen, wobei die Zucht auf kürzere Schwänze eine besondere Rolle spielt.

Weitere Informationen

Kontakt

Gudrun Plesch

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youtube.com: Video "Unkupierte Schafe halten – Digitalisierung und Technik für die Zukunft"

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Hintergrund

Als Teil des Bundesprogramms Nutztierhaltung fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Aufbau des Tierwohl-Kompetenzzentrums Schaf. Der Verzicht auf den nicht kurativen Eingriff des Schwänzekupierens bei Schaflämmern bedarf des optimierten Herdenmanagements und der Selektion von kurzschwänzigen Phänotypen. Erfahrungen, die aus Vorprojekten vorliegen und die in den teilnehmenden Betrieben gewonnen werden, sollen dem Wissenstransfer in die Praxis zugeführt werden. In Präsenz- als auch Onlineschulungen, Workshops auf den Betrieben und durch Lehrvideos sollen Handlungsempfehlungen für andere Betriebe zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere durch die erstmalige evidenzbasierte Auswertung von bundesweiten Tierschutzfällen und die Erstellung einer entsprechenden Datenbank hierzu kann die Beratung und der Wissenstransfer auf eine weitere Säule gehoben werden. Inwiefern sich der Kupierverzicht auf die Tiergesundheit, einen wichtigen Aspekt des Tierwohls, auswirkt, ist bisher nicht untersucht. Zur Bearbeitung dieser Fragestellung werden deutschlandweit Daten in schafhaltenden Betrieben generiert, die auch als Grundlage für die Entwicklung eines Gesamtzuchtwerts „Tierwohl“ dienen können. Damit kann auch durch die Zuchtbetriebe eine zukunftsweisende Umsetzung des Tierschutzgedankens Rechnung getragen werden. Für das Herdenmanagement wird unter Bedacht auf die neuen betrieblichen Herausforderungen ein neuartiges Managementtool entwickelt.
Koordiniert vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) wird zusammen mit den Fachbereichen Veterinärmedizin und Agrarwissenschaften der Justus-Liebig-Universität in Gießen (JLU) im Rahmen des Projektes am Verzicht auf das Kupieren von Schwänzen bei Schafen gearbeitet.  Der FiBL Deutschland e.V. ist in diesem Zusammenhang für den Wissenstransfer in die Praxis verantwortlich.