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Bio-Convenience-Produkt aus heimischen Ackerbohnen und Erbsen

Gruppenfoto, Personen präsentieren kleine Gläser mit verarbeiteten Ackerbohnen und Erbsen.

Als stolzes Projektteam vereint: die Projektbeteiligten der Hochschule Fulda und FiBL mit Isabell Piroth, der Ansprechpartnerin des BÖL (4. v. r.). (Foto: Jens Brehl)

Logo: Förderung BMLEH mit BÖL.

Das FiBL und die Hochschule Fulda haben im Projekt WKErBo ein großküchentaugliches Bio-Convenience-Produkt aus heimischen Ackerbohnen und Erbsen entwickelt. Am 22. April 2026 stellte das Projektteam in Fulda die Ergebnisse vor und bot Expertinnen und Experten von der Landwirtschaft über die Produktentwicklung bis hin zur Lebensmittelverarbeitung gleichzeitig ein Vernetzungstreffen.

Mehr als 40 Akteurinnen und Akteure, die Hülsenfrüchte als pflanzliche Proteinalternativen in die Küchen bringen wollen, nahmen an der hybriden Veranstaltung teil. Eröffnet wurde der kurzweilige Nachmittag durch Cecilia Antoni vom Leguminosen-Netzwerk (LeguNet), die in ihrer Keynote das große Potenzial heimischer Hülsenfrüchte als Proteinquelle für eine moderne und leckere Ernährung von morgen betonte. "Wer an der Zukunft der modernen Ernährung teilhaben will, kommt an Hülsenfrüchten nicht vorbei. Wir haben die heimischen Rohstoffe und immer mehr auch die Strukturen, um aus diesen Rohstoffen Produkte zu machen, die Geschmack, Preis und eine einfache Zubereitung verbinden", sagt die Hülsenfrüchte-Expertin. Das im Projekt entwickelte Convenience-Produkt aus Ackerbohnen und Erbsen sieht sie als einen guten Weg für Großküchen mit hohen Gästezahlen und wenig Zeit, um mehr Hülsenfrüchte auf den Teller zu bringen.

Netzwerke knüpfen

Im Anschluss präsentierten Mitarbeitende des WKErBo-Projekts die Ergebnisse ihrer Arbeit, beispielsweise die Zusammensetzung der schmackhaften und allergenfreien Rezeptur aus regional angebauten Zutaten. Das Aminosäureprofil von Ackerbohnen und Erbsen bleibt trotz der intensiven Verarbeitung der Rohware weitgehend erhalten. Das Feedback von Kindern und Erwachsenen im Rahmen der Konsumententests zeigt, dass es gelungen ist ein Produkt zu entwickeln, das bei Jung und Alt auf große Zustimmung trifft. Anschließend verkosteten die Teilnehmenden die neuen Bällchen. Mit einem Snack von Ackerbohnen-Erbsen-Bällchen in der Hand diskutierten die Expert*innen über den Geschmack und die Marktchancen des neuen Produkts sowie Themen rund um heimische Hülsenfrüchte. Vertreterinnen von weiteren Projekten, die sich rund um Hülsenfrüchte drehen, wie LINSE, StrahL, Heldenbohne und LeguNet gaben Einblicke in vielversprechende Ansätze zur Förderung der pflanzlichen Proteinlieferanten.

Marktchancen ausloten

Die Bällchen schmecken hervorragend – so die Meinung der Teilnehmenden. Doch wie kommen sie auf die Teller der Gemeinschaftsverpflegung? "In den verbleibenden Monaten bis zum Projekteende am 30. September 2026 machen wir uns verstärkt daran, regionale Verarbeitende an einen Tisch zu bekommen. Denn nur, wenn sich die Herstellenden von Proteinkonzentrat, Extrudat und des Endprodukts zusammentun, kann das Produkt in die Praxis umgesetzt werden", sagt Projektleiterin Ines Bauer vom FiBL und ergänzt: "Zudem unterstützen wir die praktische Verstetigung noch durch die Recherche nach Verwertungsmöglichkeiten der im Herstellungsprozess anfallenden Reststoffe. Dazu gehören Stärke, Schalen und Sortierreste. Wenn diese Stoffe weiterverwertet werden können, machen sie das Produkt noch wirtschaftlicher und attraktiver".

Das Projekt "Entwicklung einer Wertschöpfungskette für ökologisch erzeugte Erbsen und Bohnen vom Acker bis zur Großküche und Gastronomie" (WKErBo) wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL).

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Ines Bauer

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