Das Projekt zielt darauf ab, den Rückgang seltener und gefährdeter Pflanzenarten in den Weinbergen des Kantons Waadt zu stoppen. Durch die Wiederaufnahme einer jährlichen, oberflächlichen Bodenbearbeitung in den Rebzeilen soll die traditionelle Flora aus Geophyten und Therophyten gefördert werden. Diese wird durch moderne Praktiken wie den Einsatz von Herbiziden und die dauerhafte Begrünung bedroht.
In Zusammenarbeit mit der Abteilung Biodiversität und Landschaft (DGE-BIODIV), Pro Natura und Action Lièvre & Cie werden bis zu zehn Pilotparzellen mit einem hohen Potenzial an Zielarten ausgewählt. Auf der Hälfte dieser Flächen wird der Boden ab Ende Mai bearbeitet, um die Konkurrenz durch Gräser zu reduzieren und die Vermehrung der Zielpflanzen zu ermöglichen. Ein umfassendes Monitoring über drei Jahre hinweg bewertet die Wirksamkeit dieser Massnahme.
Das übergeordnete Ziel besteht darin, diese Bodenbearbeitung bis 2030 als Biodiversitätsfördermassnahme in das System der Direktzahlungen und in den regionalen BrP-Katalog zu integrieren.
Das FiBL wurde beauftragt, die Kartierung, die Feldexpertisen und die floristischen Follow-ups durchzuführen. Die Ergebnisse dieses Auftrags gehören dem Kanton Waadt und dürfen nicht publiziert werden.
Projektpartner