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Lebendfütterung von Insektenlarven zur regionalen Schließung der organischen Kreislaufwirtschaft

Projekttitel in der OriginalspracheLebendfütterung von Insektenlarven zur regionalen Schließung der organischen Kreislaufwirtschaft
Abstract

Das Ziel des Projekts OmniFeed ist die Entwicklung und Validierung eines innovativen Systems zur Fütterung von lebenden Insektenlarven an Legehennen und Forellen. Die Insektenlarven sollen durch die Verwertung von Lebensmittelresten aus dem Einzelhandel produziert werden, um eine nachhaltige und ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Damit trägt das Projekt zur Reduktion von Futterimporten, zur Verbesserung der Tiergesundheit und zur Schließung organischer Stoffkreisläufe bei.
Im Rahmen des Vorhabens werden zunächst grundlegende technologische Entwicklungen vorgenommen, insbesondere für den Vorverarbeitungscontainer, der die Lebensmittelreste für die Larvenproduktion vorbereitet. Hier liegt der Fokus auf der Ausarbeitung des Konzepts sowie der Entwicklung und Prüfung neuer technologischer Ansätze. Diese Arbeitsschritte stellen einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Effizienz und Praxistauglichkeit des Gesamtsystems dar.
In einer späteren Projektphase erfolgt der Aufbau einer Pilotanlage, die bei einem Anwenderbetrieb betrieben wird. Diese Anlage dient der experimentellen Validierung der entwickelten Technologien und Prozesse. Unter realitätsnahen Bedingungen werden zentrale Fragen zur Futtereffizienz, Tiergesundheit und Systemintegration untersucht. Die Erkenntnisse aus diesem Pilotbetrieb fließen direkt in die Weiterentwicklung ein und schaffen die Grundlage für eine zukünftige Skalierung der Technologie.
Durch die Verbindung von technologischen Innovationen mit praktischen Anwendungen soll das Projekt zeigen, dass Insektenlarven eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Futtermitteln darstellen können. Das Vorhaben trägt damit zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei, wie der Reduzierung von Lebensmittelabfällen, der Sicherung der Futtermittelversorgung und der Stärkung der Kreislaufwirtschaft.

Detaillierte Projektbeschreibung

Der Arbeitsplan des OmniFeed-Projekts ist in mehrere aufeinander abgestimmte Arbeitspakete (AP) unterteilt, die von der Konzeptentwicklung bis hin zur Validierung der Technologie in Pilotanlagen reichen.
Zu Beginn liegt der Fokus auf der Konzeptentwicklung und Technologievorbereitung. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines Vorverarbeitungscontainers, der Lebensmittelreste aus dem Einzelhandel für die Larvenproduktion aufbereitet. Dazu werden technische Anforderungen definiert, Prototypenkonzepte erstellt und Laboruntersuchungen durchgeführt. Gleichzeitig werden erste Analysen der Substrate und deren Eignung für die Insektenmast vorgenommen, um die Grundlage für die Systemintegration zu schaffen.
Im nächsten Schritt erfolgt die technologische Umsetzung und Systemintegration. Die Erkenntnisse aus den Vorarbeiten fließen in die Integration der zentralen Systemkomponenten, wie dem Vorverarbeitungscontainer, den Insektenmastmodulen und den Steuerungssystemen. Diese Komponenten werden unter kontrollierten Bedingungen getestet und iterativ optimiert.
In den späteren Arbeitspaketen steht die experimentelle Validierung des Gesamtsystems im Mittelpunkt. Zwei Pilotanlagen werden aufgebaut: eine bei einer Forellenzucht und eine bei einem Legehennenbetrieb. Ziel ist es, die Technologie unter realistischen Bedingungen zu testen, wobei der Fokus auf der Futtereffizienz, der Tiergesundheit und der ökologischen sowie ökonomischen Nachhaltigkeit liegt. Die Ergebnisse aus der Pilotphase fließen in die Weiterentwicklung und Optimierung der Technologie ein.

Finanzierung/ Donor
  • Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
(Forschungs-)Programm
  • BMLEH, Innovationsprogramm
Projektpartner
  • Hermetia Tech GmbH
FiBL Projektleitung/ Kontakt
Rolle des FiBL

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Gruppe/ Arbeitsschwerpunkt/ Standort
FiBL Projektnummer 6530
Änderungsdatum 06.03.2026
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