Die im Boden lebenden Larven von Blatthornkäfern werden als Engerlinge bezeichnet. Sie können sich von totem organischem Material oder Pflanzenwurzeln ernähren. Einige Arten, darunter der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha), Junikäfer (Amphimallon sp.) und der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola), können durch Wurzelfrass grosse Schäden erzeugen. Besonders betroffen sind Wiesen-, Weiden- oder Rasenflächen. Treten Engerlinge in Massen auf, kann die Grasnarbe komplett vernichtet werden, wodurch es in steilen Lagen zusätzlich zu Hangrutschungen kommen kann.
Bereits 1991 wurde ein von der eidgenössischen Forschungsanstalt für Landwirtschaft (heute Agroscope) initiiertes Programm zur biologischen Bekämpfung von Engerlingen gestartet. Darin werden entomopathogene Pilze (natürlich im Boden vorkommende Pilze, die Insekten befallen) vermehrt und in Gebieten mit einer hohen Anzahl von Engerlingen in Form von Inokulum ausgebracht.
Durch die Zusammenarbeit von Forschung, Industrie und Praxis wird dieses Programm heute, mehr als 30 Jahre später, immer noch erfolgreich weitergeführt. Seit 2025 übernimmt das FiBL die Rolle des Forschungspartners. Das FiBL Team bietet wissenschaftliche Unterstützung, trägt zur Erhaltung der Wirksamkeit und Sicherstellung der Qualität des Pilzprodukts und befasst sich mit neuen Fragestellungen und Herausforderung der biologischen Engerlingsbekämpfung.
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