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Mit Vielfalt punkten

Abstract

Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der Erhaltung der biologischen Vielfalt (Biodiversität). Heute finden jedoch auf grossen Teilen der Agrarflächen nur noch wenige Arten ausreichende gute Lebensbedingungen. Entsprechend wurde in den letzten Jahren versucht, Landwirtschaftsgebiete ökologisch wieder aufzuwerten. Die bisher angewandten agrarpolitischen Instrumente und Massnahmen zeigen diesbezüglich jedoch wenig Wirkung. Die Gründe für diesen Misserfolg liegen einerseits bei den geringen ökologischen Kenntnissen der Landwirte, andererseits fehlt dem heutigen Direktzahlungssystem des Bundes eine leistungsbezogene Komponente.

Ziel dieses Projektes ist es, neue Instrumente zu entwickeln und deren Wirkung auf die Biodiversität zu überprüfen. Solche Instrumente werden die Weiterentwicklung der Schweizerischen Agrarpolitik befruchten. Gleichzeitig sollen mit Hilfe dieser Instrumente Landwirtschaftsbetriebe aufgewertet und die Idee einer „naturfreundlichen Produktion“ bei Landwirten, Bevölkerung und Entscheidungsträgern bekannt und attraktiv gemacht werden. Schliesslich will das Projekt mit seinen Ergebnissen die Landwirtschaftspolitik mitbeeinflussen.

Detaillierte Projektbeschreibung

Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der Erhaltung der biologischen Vielfalt (Biodiversität). Heute finden jedoch auf grossen Teilen der Agrarflächen nur noch wenige Arten ausreichende gute Lebensbedingungen. Entsprechend wurde in den letzten Jahren versucht, Landwirtschaftsgebiete ökologisch wieder aufzuwerten. Die bisher angewandten agrarpolitischen Instrumente und Massnahmen zeigen diesbezüglich jedoch wenig Wirkung. Die Gründe für diesen Misserfolg liegen einerseits bei den geringen ökologischen Kenntnissen der Landwirte, andererseits fehlt dem heutigen Direktzahlungssystem des Bundes eine leistungsbezogene Komponente.   Ziel dieses Projektes ist es, neue Instrumente zu entwickeln und deren Wirkung auf die Biodiversität zu überprüfen. Solche Instrumente werde werden die Weiterentwicklung der Schweizerischen Agrarpolitik befruchten. Gleichzeitig sollen mit Hilfe dieser Instrumente Landwirtschaftsbetriebe aufgewertet und die Idee einer „naturfreundlichen Produktion“ bei Landwirten, Bevölkerung und Entscheidungsträgern bekannt und attraktiv gemacht werden. Schliesslich will das Projekt mit seinen Ergebnissen die Landwirtschaftspolitik mitbeeinflussen.   In der ersten Projektphase 2008–2012 wurde ein Punktesystem entwickelt, welches die Leistungen der Landwirte zur Förderung der Biodiversität bewertet. Auf 133 Betrieben wurde überprüft, ob und wie stark die mittels Punkten bewertete Leistung eines Betriebs effektiv mit der Artenvielfalt korreliert. Ebenso wurde Leitartensystem entwickelt, das den Landwirten hilft, ihre Leistungen gezielt auf das vorhandene naturräumliche Potenzial der Artenvielfalt auszurichten. Das Leitartensystem wird bei der Beratung und bei der Ausbildung der Landwirte eingesetzt. Die Auswirkungen der Beratung auf Basis des von Punktesystem, Leitartensystem und sozioökonomischer Analysen wurde auf 48 Betrieben untersucht: 24 Betriebsleiter wurden umfassend beraten, 24 erhielten keine Beratung. Die beratenen Landwirte bestätigten am Ende der Beratung ihre Bereitschaft zum Umsetzen von Massnahmen, in dem sie unterzeichneten eine Vereinbarung unterzeichneten, in welcher die konkreten Massnahmen zur Aufwertung ihres Betriebs aufgelistet sind.   Grossen Wert legt das Projekt auf die Weiterbildung und Beratung der Landwirte. Zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen und Beiträge in Landwirtschaftspresse konnten bereits realisiert werden. Die Öffentlichkeit wird laufend mit Presseberichten informiert. Diese Berichte sollen das Interesse und die Wertschätzung für die Biodiversität im Kulturland erhöhen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sind dann auch bereit, den von den Landwirten erarbeiteten Mehrwert angemessen zu honorieren. Fachleute werden an Tagungen und mit Fachartikeln über die Erkenntnisse des Projektes orientiert.   In der kommenden zweiten Projektphase 2013–2016 werden die Daten aus der ersten Phase ausgewertet und für Wissenschaft, Landwirtschaft und Öffentlichkeit aufbereitet und publiziert. Zudem erfolgt eine längerfristige Wirkungskontrolle zur Beratung. Wie wirkt sich die Beratung auf die Einstellung der Landwirte und auf die ökonomische Situation aus (sozioökonomische Analyse) und wie auf die Biodiversität auf dem Betrieb? Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen in ein „Handbuch“ einfliessen, das naturfreundliche Massnahmen im Bereich ökologischer Ausgleich aber auch auf den Produktionsflächen (Anbau-, Ernte- und Konservierungsmethoden) verständlich zusammenfasst.  

Das Projekt wird von den bäuerlichen Produzentenorganisationen IP-Suisse und BIO Suisse mitgetragen. Beide Label-Organisationen haben ein grosses Interesse an der Förderung der Artenvielfalt auf ihren insgesamt rund 26'000 Betrieben. Der integrale Projektansatz sowie die Zusammenarbeit namhafter Forschungsinstitute und bedeutender Partner auf Seiten der Landwirtschaft schaffen erstklassige Voraussetzungen, die Biodiversität im Kulturland grossflächig und nachhaltig zu fördern.

Finanzierung/ Donor
  • BLW
  • BAFU
  • Bio Suisse
  • IP Suisse
  • MAVA
  • Dreiklang
(Forschungs-)Programm
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Promotion des réseaux de compétences et d’innovation
  • Autres institutions de l'UE
  • Cantons et communes
  • Dreiklang Foundation for Ecological Research and Education
  • Other EU-Institutions
  • Cantons and municipalities
  • Swissaid
  • Andere EU-Einrichtungen
  • Kantone und Gemeinden
  • Swissaid
  • Swissaid
  • Autres institutions publiques, Suisse
  • Fondation Dreiklang pour la recherche et l'éducation écologiques
  • Fondation Edith Maryon
  • Autres fondations
  • Autres acteurs économiques
  • Associations / clubs à but non lucratif
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Soutien à la recherche agronomique
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Soutien à la vulgarisation agricole
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Programme d’utilisation durable des ressources dans l’agriculture
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Programme de protection des eaux
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Sélection végétale
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Promotion des ventes de produits agricoles
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Études préliminaires de projets innovants
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Projets de recherche et projets de préservation en sélection animale
  • Office fédéral de l'agriculture (OFAG) – Projets novateurs de transformation de la laine de mouton
  • Other public institutions, Switzerland
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Support for Competence and Innovation Networks
  • Foundation Edith Maryon
  • Other foundations
  • Other economic actors
  • Non-profit associations / organisations
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Support for agricultural research
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Support for agricultural advice
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Agricultural Resources Program
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Water Protection Program
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Plant Breeding
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Agricultural Marketing
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Preliminary Assessment of Innovative Projects
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Research and Conservation Projects in Animal Breeding
  • Federal Office for Agriculture (FOAG) – Innovative Projects in Sheep's Wool
  • Andere öffentliche Einrichtungen, Schweiz
  • Stiftung Dreiklang für ökologische Forschung und Bildung
  • Stiftung Edith Maryon
  • Andere Stiftungen
  • Andere Wirtschaftsakteure
  • Gemeinnützige Verbände / Vereine
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Förderung von Kompetenz- und Innovationsnetzwerken
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Unterstützung der landwirtschaftlichen Beratung
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Ressourcenprogramm Landwirtschaft
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Gewässerschutzprogramm
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Projektaufrufe Pflanzenzüchtung
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Landwirtschaftliche Absatzförderung
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Vorabklärung innovative Projekte
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Forschungs- und Erhaltungsprojekte Tierzucht
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Innovative Projekte Schafwolle
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Unterstützung der landwirtschaftlichen Forschung
  • Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Projektpartner

Vogelwarte Sempach

FiBL Projektleitung/ Kontakt
  • Pfiffner Lukas (Departement für Nutzpflanzenwissenschaften)
  • Stöckli Sibylle (Departement für Nutzpflanzenwissenschaften)
(nicht verlinkte Personen sind ehemalige FiBL Mitarbeitende)
FiBL Mitarbeitende
  • Bircher Richard (Departement für Beratung, Bildung & Kommunikation)
  • Chevillat Véronique (Departement für Beratung, Bildung & Kommunikation)
  • Home Robert (Departement für Agrar- und Ernährungssysteme)
  • Jahrl Ingrid (Departement für Agrar- und Ernährungssysteme)
  • Lichtsteiner Stéphanie (Departement für Agrar- und Ernährungssysteme)
  • Steinemann Beatrice (Departement für Nutzpflanzenwissenschaften)
  • Weidmann Gilles (Departement für Beratung, Bildung & Kommunikation)
(nicht verlinkte Personen sind ehemalige FiBL Mitarbeitende)
Rolle des FiBL

Gemeinsame Leitung mit Vogelwarte Sempach

FiBL Projektnummer 25017
Änderungsdatum 19.01.2026
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