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Über den Tellerrand geschaut mit Beiträgen der IAHA-Konferenz 2026

Verschiedenes Geflügel auf erdigem Untergrund mit Steinen und Bäumen.

Geflügel hat in Simbabwe einen hohen kulturellen und religiösen Stellenwert. (Foto: ZFRPA, Beauty Jiji)

Zwei Kühe mit Halsbändern auf der Weide.

Digitale Technologien liefern Daten über die Tiergesundheit in Echtzeit. (Foto: ÖMKi, Petra Balogh)

Ende April 2026 fand am FiBL in Frick die internationale Konferenz der IAHA, der IFOAM Animal Husbandry Alliance, statt. Dort haben Fachleute aus aller Welt aktuelle Arbeiten zur biologischen Tierhaltung präsentiert. Vier Berichte über ausgewählte Tagungsbeiträge bieten einen Blick über den Tellerrand – sie schauen nach Indien, Simbabwe, Ungarn und Dänemark.

Die Berichte widmen sich den nachfolgenden Themen. Sind auf Bioaktuell.ch erschienen und stehen dort für interessierte Leser*innen zur Verfügung.

Beitrag aus Indien: In vielen Teilen Asiens sind gemischte Ackerbau-Tierhaltungssysteme ein zentraler Bestandteil der Landwirtschaft. Kleinbetriebe nutzen dabei vor allem betriebsinterne Ressourcen. Doch wie Mahesh Chander vom Indian Veterinary Research Institute aufzeigte, braucht es mehr, damit sich die Kreisläufe tatsächlich schliessen.

Beitrag aus Simbabwe: Der Beitrag von Beauty Jiji von der Zimbabwe Free Range Poultry Association (ZFRPA) zeigte die zentrale Rolle von Freilandgeflügel für die Existenzsicherung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Er machte deutlich: Im Biolandbau steht ein ganzheitliches Verständnis im Zentrum, bei dem Nutztiere nicht isoliert, sondern als Teil sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Zusammenhänge betrachtet werden.

Beitrag aus Ungarn: Digitale Technologien liefern wertvolle Daten für das Weidemanagement. Sie ersetzen aber weder Erfahrung noch Beobachtung. In der vorgestellten Studie von Petra Balogh und ihren Kolleg*innen vom ungarischen Forschungsinstitut ÖMKi kamen vor allem am Hals befestigte Sensoren zum Einsatz, die Informationen zu Wiederkauzeit, Fressverhalten und Aktivität liefern.

Beitrag aus Dänemark: Morten Hansen von der Universität Aarhus widmete sich einem Dilemma der Biozucht: Gefragt sind robuste, standortangepasste Tiere, in der Praxis werden jedoch meist Hochleistungsrassen aus konventionellen Programmen eingesetzt. Der Beitrag machte deutlich, warum es eigene Ansätze für die biologische Tierzucht braucht.

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