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Podcast: Traineeprogramm Ökolandbau – Erfolgsmodell sucht neue Perspektiven

Von links nach rechts: Ann-Sofie Henryson (FiBL Deutschland), Anne Böhm (Alumni Traineeprogramm, Rapunzel), Barbara Altmann (ehem. Betreuerin Traineeprogramm, Rapunzel) und Johannes Augustin (FiBL Deutschland) diskutieren mit Adrian Krebs über das Traineeprogramm. (Foto: FiBL)

Das Traineeprogramm ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft hat in 22 Jahren circa 500 Trainees erfolgreich auf ihren Berufseinstieg in die Biobranche vorbereitet. Jetzt steht fest, dass das Bundesprogramm Ökologischer Landbau das vom FiBL betreute Programm künftig nicht mehr fördert. Der aktuelle Podcast greift diese Entwicklung auf und beleuchtet die Bedeutung des Formats für den Ökosektor sowie die Frage, welche Perspektiven es künftig für vergleichbare Qualifizierungsangebote braucht.

Mit dem aktuellen Jahrgang, der noch bis Ende Oktober läuft, endet zunächst die laufende Projektphase des Traineeprogramms. Mitarbeitende aus Projektleitung und Ausbildungsbetrieben schildern ihre Erfahrungen und diskutieren zentrale Fragen: Warum ist praxisnahe Weiterbildung für die Branche so wichtig? Welche Rolle spielte das Traineeprogramm bei der Gewinnung qualifizierter Fach- und Führungskräfte? Und welche Strukturen braucht es, um praxisnahe Biofortbildung langfristig zu sichern?

Das Traineeprogramm kombinierte Training-on-the-job in Unternehmen mit überbetrieblichen Ausbildungsmodulen und ermöglichte Hochschulabsolvent*innen sowie Interessierten mit vergleichbarem Abschluss einen fundierten Einstieg in die Biobranche. Seit Programmstart wurden rund 500 Trainees entlang der gesamten Bio-Wertschöpfungskette qualifiziert.

Ideen für die Zukunft

Projektleiter Johannes Augustin betont die bisherigen Erfolge des Formats und die Notwendigkeit, neue Wege für dessen Fortführung zu finden: "Unser Programm war sehr erfolgreich: Ein Großteil der Trainees wurde nach der Ausbildung von den Betrieben übernommen. Wir machen uns jetzt Gedanken, wie wir das Programm verändern können oder auf andere Füße stellen, damit es weitergeht."

Auch Ann-Sofie Henryson, Projektleiterin im Traineeprogramm, hebt den Wert der über viele Jahre aufgebauten Strukturen hervor: "Besonders wertvoll ist das, was wir in den letzten 22 Jahren aufgebaut haben: Erfahrung, Netzwerke, Materialien und Workshops, die viele Menschen bereichert haben. Das möchten wir erhalten und suchen deshalb nach neuen Finanzierungswegen."

Auch Barbara Altmann, ehemalige Betreuerin bei Rapunzel Naturkost GmbH & Co. KG, unterstreicht die Relevanz des Programms für die Branche: "Ich halte das Traineeprogramm für äußerst wertvoll. In der Branche begegnen mir bis heute viele Menschen in Fach- und Führungspositionen, die das Programm durchlaufen haben. Das zeigt, wie wichtig es für die Entwicklung der Branche ist. Deshalb braucht es aus meiner Sicht unbedingt eine Fortsetzung und eine passende Finanzierung." 

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Sonja Sigl

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