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OH-FINE-Projektexkursion in die Schweiz

Gruppenbild auf dem FiBL-Hof mit allen Teilnehmer*innen.

OH-FINE Gruppenfoto auf dem FiBL-Hof (Foto: FiBL)

Gruppe von Menschen unter dem Scheunendach des Tannenhof.

Willkommensworte auf dem Tannenhof mit anschliessender Betriebsführung. (Foto: FiBL)

Gruppe von Menschen auf dem Feld des DOK-Versuchs.

Führung vorbei an den Flächen des bekannten DOK-Versuchs. (Foto: FiBL)

Gruppe von Menschen in einem grossen Glashaus.

Besichtigung der Glashäuser des Birsmattehof als Teil der Betriebsführung. (Foto: FiBL)

Im Mai 2026 fanden im Rahmen des Projekts "Organic Farming Innovations Network Europe" (OH-FINE) in der Schweiz das Review Meeting, die Generalversammlung und ein sogenannter "Cross Visit" statt. Das FiBL, einer der 19 Projektpartner aus 9 Ländern, war Gastgeber der Veranstaltung auf seinem Campus in Frick und organisierte ein viertägiges Programm mit Projektpräsentationen und drei Besuchen auf Schweizer Biobetrieben.

Das Projekt OH-FINE, eine europäische Initiative zum Aufbau eines starken Netzwerks für den Wissensaustausch unter Biobäuerinnen und -bauern, hat seinen dritten "Cross Visit" erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projekts ist, die Herausforderungen der Umstellung auf den Biolandbau zu bewältigen und innovative Anbau- und Vermarktungsmethoden zu fördern. Bei dieser jüngsten Exkursion kamen fast 50 Teilnehmer*innen aus neun europäischen Ländern zusammen.

Fortschritte feiern und die nächsten Schritte planen

Am ersten Tag fand das offizielle Review Meeting statt, an der die OH-FINE-Projektpartner, die Projektbeauftragte der Europäischen Kommission sowie externe Gutachter*innen teilnahmen. Am zweiten Tag folgte die Generalversammlung. An beiden Tagen lag der Schwerpunkt auf der bis zum Ende des ersten Berichtszeitraums geleisteten Arbeit, den bewältigten Herausforderungen und der Planung nächster Schritte. Darüber hinaus hielt die Projektbeauftragte Céline Choquer einen Vortrag zum Thema "Maximierung der Projektwirkung".

Entdeckungstour durch den Schweizer Biolandbau

Am dritten und vierten Tag stand der gegenseitige Austausch im Mittelpunkt. Dabei tauschten Landwirt*innen und Berater*innen aus den Partnerländern ihr Wissen aus und lernten gemeinsam Innovationen kennen. Der Tag begann mit einer Präsentation zu den wichtigsten Fakten über den biologischen Landbau in der Schweiz. Anschliessend bot Pascal Nägele, Betriebsleiter des FiBL-Hofs, Einblicke in den Alltag eines Landwirts, der eng mit einem Forschungsinstitut zusammenarbeitet. Parallel dazu leitete Meike Grosse, Wissenschaftlerin im Department für Bodenwissenschaften am FiBL, eine Führung über die Ackerbauversuchsflächen des FiBL.

Am Nachmittag traf die Gruppe am Tannenhof Möhlin ein, wo das Betriebsleiterpaar Hans und Käthi Metzger sowie ihr Sohn und Nachfolger David Metzger die Gruppe zum zweiten Betriebsbesuch begrüssten. Die Familie bewirtschaftet den Tannenhof seit 2015 nach biologischen Grundsätzen mit einer Bio-Suisse-Zertifizierung (Bio Suisse ist der Dachverband der Schweizer Biobäuerinnen und -bauern). Sie baut mittlerweile auf über 20 Hektaren Ackerfläche unter anderem Winterleinsamen, Winterraps, Winterweizen, Sojabohnen und Buchweizen an.

Am vierten und letzten Tag hatten die Mitglieder des OH-FINE-Netzwerks die Gelegenheit, den renommierten DOK-Versuch zu besichtigen, den weltweit bedeutendsten Langzeit-Feldversuch zum Vergleich von biologischen und konventionellen Anbausystemen. Dieser wurde 1978 ins Leben gerufen und wird seitdem gemeinsam vom FiBL und Agroscope geleitet mit Unterstützung einer Bgleitgruppe aus Landwirt*innen.

Anschliessend machte die Gruppe einen Abstecher zum benachbarten Birsmattehof für einen abschliessenden Betriebsbesuch. Der Betriebsleiter Alexander Tanner und seine Tochter Lara Tanner, die für die Arbeit in den Gewächshäusern verantwortlich ist, führten die Gruppe über das Gelände. Eine Besonderheit des Betriebs ist die Genossenschaft Agrico mit über 1000 Mitgliedern und einem weiteren Standort in Deutschland. Für ihre Gemüseabonnements hat sie über 150 Abholstellen in und um Basel und fördert damit den Verzehr von lokalem und saisonalem Gemüse gemäss den Bio-Suisse-Standards.

Die OH-FINE-Exkursion endete mit einer Reflexionsrunde auf dem FiBL-Campus. Nach der ersten Projektphase ist das Netzwerk seinem Ziel einen Schritt näher gekommen: europäische Landwirt*innen zu stärken, indem es Wissen und Lösungen für eine nachhaltige biologische Landwirtschaft fördert und weitergibt. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf den Fähigkeiten der Landwirt*innen, den Anforderungen der Verbraucher*innen und den sich stets entwickelnden Trends in der Lebensmittelindustrie.

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