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Agroforst: Praxis­betriebe im Portrait

Vier Menschen und ein Hund auf einem Weidehang beim Bäume pflanzen.

Pflanzung von Baumreihen auf der Weide. (Foto: FiBL, Simona Moosmann)

Mit einem Förderpreis hat der Kanton Aargau in der Schweiz die Initiierung von sehr unterschiedlichen Agroforst-Projekten im Kanton unterstützt. Die Gewinnerbetriebe wurden durch die Agroforst-Expert*innen von Silvocultura beraten und durch das FiBL medial begleitet. Ein Ergebnis aus dem Projekt sind Betriebsportraits in Form von Videos und Interviews, die anderen Interessierten als Inspiration dienen können.

Die portraitierten Betriebe haben sehr unterschiedliche Schwerpunkte und verfolgen deshalb auch verschiedene Zielsetzungen mit ihren Agroforstsystemen. Sie alle verbindet neben der biologischen Bewirtschaftung die Erwartung, dass die Gehölze Wetterextreme ein Stück weit abpuffern und ihre landwirtschaftliche Produktion resilienter machen können.

Vielseitige Agroforstbetriebe

Die Betriebsportraits illustrieren die vielfältigen Möglichkeiten von Agroforstsystemen. In den Portraits vertiefen die Betriebsleitenden ihre Überlegungen und Erfahrungen. So integriert der Demeter-Winzer Hoss Hauksson Kräuter, Sträucher und Bäume in seinen Rebberg, um ein optimales und ursprünglicheres Umfeld für die Reben zu schaffen. Daneben nutzt er eine horizontale Reberziehung, beweidet mit Zwergschafen und setzt Drohnen für den Pflanzenschutz ein.

Karin und Thomas Wüthrich vom Ziegenhof Elfingen haben mehrere Reihen mit Futterhecken auf ihrer südexponierten Ziegenweide gepflanzt. Sie erhoffen sich davon mehr Schatten und Bodenfeuchtigkeit im Sommer und eine bessere Tiergesundheit durch das Laubfutter vor allem im Hinblick auf Parasiten.

Pirmin Adler vom Hof Adlerzart will durch Futterhecken die Tiergesundheit seiner Mutterkühe und Freilandhühner verbessern, die Artenvielfalt auf seinem Hof fördern und aus dem System gewonnene Holzhackschnitzel im Betriebskreislauf als Einstreu nutzen. Rolf Treier integriert auf seinem Betrieb Wald & Tier den gestuften Waldrand in das Agroforstsystem. In seinen Baumreihen wiederum kombiniert er Waldbäume, Obstbäume und Biodiversitätselemente, dazwischen lässt er seine Schottischen Hochlandrinder weiden.

Direkter Austausch bei Kompaktseminar am FiBL

Um den Austausch von Fach- und Erfahrungswissen weiter zu vertiefen, findet am 29. Mai 2026 am FiBL in Frick das Kompaktseminar "Agroforst im Aargau – Praxis und Forschung im Austausch" statt. Dort stehen die Gewinnerbetriebe sowie Fachleute von Silvocultura, vom FiBL und vom Kanton Aargau für Diskussionsrunden zur Verfügung. Eine Exkursion am Ende der Veranstaltung führt zur Agroforstanlage des FiBL, wo Baumreihen und Futterhecken in Acker- und Grünlandflächen integriert sind. Die Veranstaltung wird durch den Kanton Aargau und die Leopold Bachmann Stiftung finanziell unterstützt.

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Kontakt

Simona Moosmann

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