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Wasserschutz

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Man gewinnt es zum größten Teil aus dem Grundwasser, das durch Nitrat, Phosphat und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verunreinigt sein kann. Mit ihrer besonders umweltschonenden Arbeitsweise, wie den Verzicht auf auf synthetische Stickstoffdünger sowie Pflanzenschutzmittel, schützen Biobauern und Biobäuerinnen das Grundwasser. Das FiBL berät Politik und Landwirt*innen im Sinne einer grundwasserverträglichen Landwirtschaft.

Beispielsweise die Regierung von Unterfranken: Langfristig soll der Ökolandbau in der Region deutlich ausgeweitet werden. Dafür sind abgestimmte Maßnahmen notwendig, zum Beispiel die Beratung der Landwirt*innen, die finanzielle Flächenförderung, Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung bei der Produktvermarktung in der Region. Das FiBL Deutschland wurde 2008 beauftragt, das Konzept für diese Kampagne zu erarbeiten und die Akteure bei der Umsetzung zu unterstützen. Seitdem finden im Rahmen der Initiative regelmäßig Informationsveranstaltungen und Praxistage statt. Sie ermöglichen einen fachlichen Austausch zu aktuellen Fragestellungen mit Berater*innen und Berufskolleg*innen. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an Umstellungsinteressierte als auch an bereits ökologisch wirtschaftende Betriebe (www.aktiongrundwasserschutz.de/landwirtschaft/oekolandbau). Der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen: die Zuwachsraten bei der Umstellung von landwirtschaftlichen Betrieben auf Ökolandbau in Unterfranken sind überdurchschnittlich.

Ein weiteres Beispiel für aktiven Grundwasserschutz ist die Initiative Wasserschutzbrot (www.wasserschutzbrot.de). Konventionell wirtschaftende Landwirte verzichten beim Anbau von Qualitätsweizen auf die Stickstoff-Spätdüngung. Das verringert die Nitratauswaschung ins Grundwasser. Mühlen aus der nahen Umgebung vermahlen den "Wasserschutzweizen" zu "Wasserschutzmehl". Familiengeführte, handwerkliche Bäckereien backen daraus Wasserschutzbrot.

Hauptziel der Machbarkeitsanalyse "Wege zu mehr Ökolandbau und Grundwasserschutz in Südhessen" war es, modellhaft Wege für die Region Südhessen zu erarbeiten, die den konventionell arbeitenden Betrieben einen möglichst einfachen Einstieg in eine grundwasserschonende Wirtschaftsweise ermöglichen und auf eine langfristige Umstellung auf Ökolandbau abzielen.