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Agrarsysteme besser verstehen durch Langzeitversuche

Vom 6. bis 11. Oktober trafen sich auf Einladung von FiBL, Agroscope und der ETH Zürich 87 Forschende aus 20 Ländern am Monte Verità in Ascona, Tessin, zu einer Konferenz.

Rund 90 Forschende nahmen an der Konferenz teil. (Foto: Maria Finckh)

(16.10.2019) 

Anlass war das 40-jährige Bestehen des DOK-Versuchs, der biologisch-dynamische, biologisch-organische und konventionelle Anbausysteme vergleicht. In über 40 Beiträgen präsentierten und diskutierten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse aus Langzeitversuchen und teilten ihre Erkenntnisse über die Bedeutung unterschiedlicher landwirtschaftlicher Systeme für zukünftige Herausforderungen. In sechs Workshops wurde diskutiert, welche Forschungsfragen am meisten drängen und in Langzeitversuchen angegangen werden sollen. Um die Veranstaltung abzurunden fand abschliessend eine Exkursion zum DOK-Versuch in Therwil, Baselland, statt.

Der DOK-Versuch wurde 1978 von Pionieren des Biolandbaus gefordert und durch einzelne Wissenschaftler und Entscheidungsträger in die politische Debatte gebracht. Zu einer Zeit als die Biolandwirtschaft noch als höchst verschroben abgetan wurde, als aber auch Warnzeichen für die Belastung des Planeten sichtbar wurden, beauftragte der Nationalrat FiBL und Agroscope damit zu prüfen, ob Biolandbau machbar ist. Seitdem werden auf 96 Einzelparzellen Daten erhoben, es werden Proben archiviert und Publikationen für Wissenschaft und Praxis geschrieben. Der Versuch ist aufgrund seiner langen Dauer nicht nur für die Landwirtschaft wertvoll, er liefert auch Proben und Daten für die Grundlagenforschung in den Bereichen Nahrungsmittel, Umwelt und Klimawandel. Seit einigen Jahren ist er Bestandteil der Schweizer Forschungsinfrastruktur. Der Versuch ist auch ein gutes Bespiel dafür, wie eine Initiative von einigen wenigen Landwirten die Politik, die Wissenschaft und die Erforschung der Grenzen des Wachstums beeinflussen kann.

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