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Regenerative und konservierende Landwirtschaft: Forschung und Praxis testen, was funktioniert

Gruppenfoto.

Im Herbst 2025 traf sich das Projektteam mit seinen 22 Partner­organisationen zur Auftaktveranstaltung in Córdoba, Spanien. (Foto: zVg)

Logo des Projekts bestehend aus einem Blatt und der Unterschrift "TRAILS4SOIL".

Forschende des FiBL haben gemeinsam mit Partnern ein europäisches Projekt gestartet, um herauszufinden, wie regenerative und konservierende Landwirtschaft zur Umkehr der Bodendegradation beitragen kann. Das Projekt TRAILS4SOIL, kofinanziert von der EU und der Schweizerischen Eidgenossenschaft, wird gemeinsam mit Landwirt*innen an 100 Standorten in ganz Europa Belege dafür sammeln, wie sich regenerative und konservierende Landwirtschaft nicht nur auf die Bodengesundheit, sondern auch auf Erträge, Betriebseinkommen und das Wohlbefinden der Landwirt*innen auswirken. Das Projektteam mit seinen 22 Partnerorganisationen traf sich im Herbst 2025 zur Auftaktveranstaltung in Córdoba, Spanien.

Laut Angaben der Europäischen Umweltagentur sind über 60 Prozent der Böden in Europa degradiert – das heisst, sie sind erodiert, verdichtet, verunreinigt und/oder verarmt an Nährstoffen und Feuchtigkeit.

Das Projekt soll untersuchen, welches Potenzial die regenerative und konservierende Landwirtschaft bieten, um die Degradation zu stoppen und umzukehren.

Belege im grossen Massstab

In den kommenden fünf Jahren (2025 bis 2030) wird das TRAILS4SOIL-Team eng mit Landwirt*innen und Flächenbewirtschafter*innen in einem Netzwerk von 100Versuchsstandorten in neun Ländern zusammenarbeiten – von Portugal bis zur Ukraine.

Untersucht werden die Auswirkungen regenerativer und konservierender Anbaumethoden auf:

  • Bodengesundheit
  • Ertrag
  • Betriebseinkommen
  • Wohlbefinden der Landwirt*innen
  • Umwelt

Jeder der 100 Standorte widmet sich einem der fünf Schwerpunktthemen:

  • Dauerhafte Bodenbedeckung
  • Biologischer Landbau
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Schutz von Schwarzerdeböden
  • Integration von Ackerbau und Tierhaltung

Standorte in der Schweiz

In der Schweiz arbeiten das FiBL und die BFH-HAFL (Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften der Berner Fachhochschule) mit zehn Landwirt*innen zusammen, um die regenerative und konservierende Landwirtschaft voranzubringen. Dabei werden Prinzipien des biologischen Landbaus angewendet und gleichzeitig weiterentwickelt, sodass der biologische Landbau selbst regenerativer wird.

Die Feldversuche werden gemeinsam mit den beteiligten Landwirt*innen entwickelt, um deren Wissen im regenerativen und konservierenden Bodenmanagement zu integrieren und praktische Herausforderungen bei der Weiterentwicklung dieser Ansätze anzugehen.

Zusätzlich arbeitet das FiBL eng mit österreichischen Landwirt*innen und Forschenden der BOKU (Universität für Bodenkultur) in Wien zusammen, die Feldversuche mit denselben Zielen durchführen.

Weitere Informationen

Kontakt

Tim Schmid

Links

Finanzierung

Das Projekt TRAILS4SOIL – Transformative Living Labs for Soil Health: Advancing Regenerative and Conservation Agriculture across Europe (Transformative Living Labs für die Bodengesundheit: Regenerative und konservierende Landwirtschaft in ganz Europa vorantreiben) soll die Transformation der europäischen Landwirtschaft hin zu resilienten, nachhaltigen und klima­freundlichen Systemen vorantreiben. Dazu wird ein Netzwerk von fünf Living Labs in verschiedenen Agrarökosystemen Europas aufgebaut, umgesetzt und skaliert.

Finanziert wird TRAILS4SOIL durch das Horizon Europe Programm der EU (Vertrag Nr. 101218949) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SERI) der Schweiz.