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Projektstart: Alternativen zu Zusatzstoffen

Mit Alternativen zum Einsatz von Zusatzstoffen in der Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln befasst sich ein kürzlich gestartetes Projekt des FiBL.

Ziel des Projektes ist es, die ökologische Lebensmittelwirtschaft bei ihren Bestrebungen zu unterstützen, Bio-Produkte unter Einsatz möglichst weniger Zusatzstoffe herzustellen. Der Einsatz dieser Stoffe in ökologischer Qualität soll gefördert und sinnvolle Alternativen zu Zusatzstoffen zusammengetragen werden. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Zusatzstoffe – nötig oder nicht?

Die Notwendigkeit der in der Bio-Verarbeitung zulässigen Zusatzstoffe gilt es zu überprüfen. Wo auf diese zulässigen Zusatzstoffe verzichtet werden kann, sollen die Vor– und Nachteile des Verzichts respektive die möglichen Alternativen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen gegenübergestellt werden. Diese Liste können verarbeitende Betriebe als Entscheidungshilfe bei der Rezepturgestaltung, Bio-Verbände bei der Weiterentwicklung der Richtlinien sowie Multiplikatoren als Beratungsinstrument einsetzen.

Marktanalyse

Im Rahmen des Projektes soll mittels einer Marktanalyse außerdem ein Überblick über die Verfügbarkeit von Zusatzstoffen, deren Rohstoffe landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischem Landbau stammen, geschaffen werden (z. B. Bio-Lecithin, Bio-Annato). Für Zusatzstoffe, die nicht in biologischer Qualität verfügbar sind, wird geprüft, ob eine Herstellung praktisch machbar ist und wenn ja, welche Hemmnisse Ursache für die fehlende Verfügbarkeit sind.
Weiterhin soll im Rahmen des Projektes eine einheitliche Zertifizierungsgrundlage für Zusatz- und Hilfsstoffe geschaffen werden, die nicht auf Grundlage der neuen „EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau" zertifiziert werden können, weil sie auch nach der revidierten Verordnung nicht in deren Geltungsbereich fallen.

Zusatzstoffliste

Alternativen zu bewilligten Zusatzstoffen können in die FiBL-Zusatzstoffliste aufgenommen und somit gezielt beworben werden. Mit dieser Liste, die ebenfalls unter der Regie des FiBL entsteht, soll ein einheitliches System zur Beurteilung von Handelsprodukten der zugelassenen konventionellen Zutaten aufgebaut und etabliert werden. Der Eintrag und die vorausgehende Überprüfung der Produkte werden vom FiBL vorgenommen. Über diese Liste erhalten die Betriebe ebenfalls Informationen über konforme bio-zertifizierte Substitute.

Weiterführende Informationen

Kontaktperson am FiBL: Rolf Mäder

www.zusatzstoffe.org