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Politik für den Biolandbau: Wie geht es weiter in Europa?

Das FiBL und die Universität Wales koordinieren gemeinsam das EU-Projekt „Weiterentwicklung der Ökolandbau-Politik in Europa“.

Die staatliche Förderung des Biolandbaus führte seit 1990 zu einer stetigen Ausdehnung der biologisch bewirtschafteten Fläche. Mittlerweile hat sich dieses Wachstum aber in vielen Ländern verlangsamt. So hält die Marktentwicklung nicht Schritt mit der Produktionsausdehnung und auch die Biobauern müssen sinkende Preise verkraften. Auf der anderen Seite führen die politischen Veränderungen durch die EU-Osterweiterung, die WTO-Agrarverhandlungen und den Luxemburger Beschlüssen der EU-Kommission zu grundlegend neuen agrarpolitischen Rahmenbedingungen. Der ökologische Landbau steht damit vor neuen grossen Herausforderungen.

Mit welcher Politik kann sich der Biolandbau auch zukünftig nachhaltig entwickeln? Mit welchen Politikinstrumenten lässt sich eine ausgewogene Entwicklung von Angebot und Nachfrage erreichen? Wie können gesellschaftliche Ziele effizient in die Biolandbau-Politik integriert werden?

Dies sind Fragen, die in dem Forschungsprojekt „Further development of organic farming policies in Europe“ (EU-CEE-OFP) von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Schweiz, Grossbritannien, Deutschland, Italien, Polen, Slowenien und der Tschechischen Republik untersucht werden. Das von der EU-Kommission geförderte Projekt wird von Dr. Matthias Stolze (FiBL Schweiz) und Dr. Nicolas Lampkin (Universität Wales) geleitet.

„Eine wesentliche Stärke des Projektes ist“, so Dr. Matthias Stolze vom FiBL, “dass wir nicht bei der Theorie stehen bleiben, sondern die politischen Akteure auf nationaler und internationaler Ebene von Anfang an in die Forschungsarbeiten mit einbeziehen“. So werden in diesem Frühjahr in elf europäischen Ländern Workshops zur Biolandbau-Politik durchgeführt. Dr. Nicolas Lampkin betont: „Dieses Forschungsprojekt kommt genau im richtigen Moment: Unsere Arbeiten können direkt in die Formulierung des neuen EU-Aktionsplanes für den biologischen Landbau einfliessen.“

Weitere Informationen zum Projekt und den Projektpartnern bietet die Internetseite. Folgende Projektergebnisse werden dort innerhalb des nächsten halben Jahres veröffentlicht:

  • Dokumentation der Biolandbau Politik in der EU und der Schweiz
  •  Produktions- und Marktdaten für EU, CH und die mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer (MOEL)
  • Richtlinien und Zertifizierung in den MOEL
  • Entwicklung der politischen Institutionen, die an der Biolandbau-Politik beteiligt sind.

Nähere Informationen zum Projekt

Kontaktperson am FiBL:
Dr. Matthias Stolze
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
Ackerstrasse
CH-5070 Frick
Tel. +41 (0)62 865-7255
Fax +41 (0)62 865-7273

Dr. Nic Lampkin
Institute of Rural StudiesUniversity of Wales
UK Aberystwyth SY23 3AL
Zur Zeit FiBL CH:
Tel. +41 (0)62 865-7295
Fax +41 (0)62 865-7273
E-Mail

Projektwebsite „Further development of organic farming policies in Europe“ (EU-CEE-OFP)

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