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FiBL ruft das „Jahr des Bodens“ aus

Regenwurm in Bodenklumpen

Bild: www.oekolandbau.de, Thomas Stephan

Das FiBL besinnt sich auf die wichtigste Grundlage der nachhaltigen Landwirtschaft, auf den fruchtbaren Boden, und ruft das „Jahr des Bodens“ aus. Der Biolandbau konnte in den vergangenen Jahren politisch und wirtschaftlich riesige Erfolge erzielen. Das zentrale Anliegen des Biolandbaus, die Erhaltung und Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit, droht dabei in Vergessenheit zu geraten. Das FiBL setzt deshalb seinen Focus in der Forschung und Beratung auf das ebenso komplexe wie sensible Gleichgewicht unter unseren Füssen.

Seit es Biobäuerinnen und Biobauern gibt, steht der schonende Umgang mit dem Boden im Zentrum ihrer Arbeit. Auf dem Bioacker ist rasch ersichtlich, wenn der Boden in schlechtem Zustand ist. Denn der Biobauer hat nicht die Möglichkeit, die Bodendegeneration durch Kunstdünger zu überdecken.
Der Biolandbau konnte in den vergangenen Jahren grosse politische und wirtschaftliche Erfolge feiern. Der Biomarkt hat sich etabliert, Umweltprogramme haben die Artenvielfalt in den Wiesen und Äckern erhöht, eine grosse Anzahl Nutztiere wird wesensgerecht gehalten. Doch die Umsetzung des Hauptanliegens der Biobäuerinnen und Biobauern ist noch nicht erreicht: Die Verschlechterung der landwirtschaftlichen Böden konnte bisher nicht gestoppt werden.

Der Boden steht unter Druck. Vielfältigste Bedürfnisse unserer Gesellschaft führen zur schleichenden Zerstörung des Bodens.

Der biologische Anbau hat sich in Forschungs- und Praxisprojekten als bodenschonend erwiesen. Doch auch der Biolandbau muss den Boden scharf im Auge behalten. Die Zukunft bringt grössere Betriebe, leistungsfähigere Maschinen und sinkende Preise. Es besteht die Gefahr, dass dies auf Kosten des fruchtbaren Bodens geht.

Das FiBL weist mit dem „Jahr des Bodens“ auf ein zwar unspektakuläres, aber umso dramatischeres Problem. „Dem Boden, weil er so leise und geduldig ist, tragen wir immer noch zu wenig Sorge“, begründet FiBL-Präsident Otto Stich.
Anlässlich der Tage der offenen Tür werden am 21. August 2004 Otto Stich und FiBL-Direktor Urs Niggli in Frick das „Jahr des Bodens“ ausrufen.

FiBL-Kontakt

Kontaktpersonen am FiBL Frick

Direktor Urs Niggli
Paul Mäder
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL
Ackerstrasse, CH-5070 Frick

Kontaktperson am FiBL Deutschland e.V.

Klaus-Peter Wilbois
Galvanistr. 28, D-60486 Frankfurt

Weitere Informationen

Internetseiten zum Jahr des Bodens
Bildmaterial für Presse in Printqualität

Medienmitteilung zum Download (45.4 KB)       
    

Projekte des FiBL zum „Jahr des Bodens“

Forschungsprojekte

  • Der Einfluss der Bodenbearbeitung, der organischen Düngung und der biologisch-dynamischen Präparate auf die biologischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften eines schweren Lehmbodens.
  • Entwicklung der Bodenfruchtbarkeit von verschieden bewirtschafteten Böden.
  • Biologisch-dynamische Präparate und Bodenfruchtbarkeit im Rebberg.
  • Einfluss der Bodenfruchtbarkeit auf die natürliche Gesundheit der Pflanzen.
  • Eignung von Mykorrhiza-Pilzen für natürliche Düngung von Gemüse- und Zierpflanzen.
  • Low-Input-Gemüsebau mit Gründüngung.
  • Untersuchungen über Schadstoffe und ihre Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeit.

Beratungsprojekte

  • Ist pflugloser Ackerbau im Biolandbau möglich?
  • Einführung und Vertiefung Düngung, Bodenbearbeitung und Bodenfruchtbarkeit in der Aus- und Weiterbildung von Biopraktikern.
  • Merkblätter und Dossiers zum Thema Boden.
  • Verschiedene Vorträge mit Pionieren der Kompostierung und der Bodenfruchtbarkeit (u.a. Alex Podolinski, bio-dynamisches Institut in Victoria/Australien).