Spezielle Optimierungen für den Internet Explorer 11 stehen noch an. Bitte nutzen Sie derweil zur besseren Ansicht einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome

Europäischer Wettbewerb EURIC: Botschafter für ländliche Innovation gewählt

Im Januar 2019 startete das Forschungsprojekt LIAISON einen europaweiten Wettbewerb mit dem Ziel, innovative, inspirierende und bahnbrechende Initiativen aus der Land- und Forstwirtschaft sowie landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten zu finden. LIAISON wird von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020-Programms gefördert. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL ist Projektpartner.

Insgesamt 220 Unternehmen, Projekte und Initiativen aus 23 europäischen Ländern nahmen am Wettbewerb teil. Eine internationale Jury aus unabhängigen Fachleuten hat inzwischen 15 Botschafter für ländliche Innovation ausgewählt, die eine grosse Vielfalt innovativer Gruppen in verschiedenen Sektoren und Regionen repräsentieren.
In der Schweiz wurde Kaspar Howald für das Projekt 100% Valposchiavo gewählt. Ebenfalls als Botschafter für ländliche Innovation wurden Mitglieder des Vereins AgroCO2ncept zu Botschaftern für ländliche Innovation gewählt. AgroCO2ncept ist eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Machbarkeit des praktischen Klimaschutzes im landwirtschaftlichen Alltag und in der Region aufzuzeigen. Alle Botschafter erhalten personalisierte Werbematerialien, internationale Anerkennung sowie die Möglichkeit, von zahlreichen Netzwerkmöglichkeiten zu profitieren.

Robert Home vom FiBL, dem LIAISON-Partner in der Schweiz, erläutert: "In ganz Europa stehen die Land- und Forstwirtschaft sowie die Agrar- und Ernährungswirtschaft vor grossen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen – aber auch neuen Möglichkeiten." Weil Innovation im ländlichen Raum derzeit ein zentrales Thema ist, hat sich das Projekt LIAISON das Ziel gesetzt, gute Beispiele für ländliche Innovationen zu ermitteln und anzuerkennen. Besonders wichtig war bei der Suche nach Partnerschaften, Menschen und Organisationen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenzubringen.

Die Botschafter wurden bei der Preisverleihung des Europäischen Wettbewerbs für Innovation im ländlichen Raum (EURIC) am 3. Dezember 2019 in Brüssel im Rahmen der jährlichen Veranstaltung der Organic Innovation Days (Innovationstage des biologischen Landbaus) geehrt. Diese wurde gemeinsam von der Europäischen Technologieplattform TP Organics organisiert.

Weitere Informationen

Kontakt

  • Robert Home, Departement für Sozioökonomie, FiBL Schweiz
  • Sylvain Quiédeville, Departement für Sozioökonomie, FiBL Schweiz

Link

liaison2020.eu: Webseite von LIAISON

Erläuterungen

  • LIAISON ist ein sogenanntes ‘Multi-Akteur-Projekt’ mit 17 Partnern aus 15 Ländern mit dem Ziel, erfolgreiche Innovationspartnerschaften zu fördern. Warum sind manche Innovationsgruppen in der Lage, sich zu organisieren, neue Ideen aufzugreifen, sie weiterzuentwickeln und so etwas Neues zu schaffen? Wie testen sie diese innovativen Ideen und wie gelingt es ihnen, sie anwendbar zu machen? LIAISON wird aus dem Horizont 2020-Forschungs- und Innovationsförderprogramm der Europäischen Union finanziert (Fördernummer 773418).
  • IFOAM EU repräsentiert mehr als 210 Organisationen aus den Mitglieds- und Beitrittsstaaten der EU sowie den Mitgliedsstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation. Die Organisationen kommen aus sämtlichen Bereichen der Wertschöpfungskette der biologischen Agrar- und Ernährungswirtschaft und darüber hinaus; vertreten sind u.a. Organisationen der landwirtschaftlichen und Erzeugung und Verarbeitung, Einzel- und Großhändler, Zertifizierungsorganisationen, Berater, Wissenschaftler sowie Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen.
  • TP Organics ist eine von der Europäischen Kommission anerkannten Europäischen Technologie-Plattformen (ETP). Ihr Auftrag ist es, Forschung und Innovation für biologische und andere agrarökologische Ansätze, die zu nachhaltigen Ernährungs- und Landwirtschaftssystemen beitragen, zu stärken. Dafür bringt sie große Firmen sowie kleinere und mittlere Unternehmen, Wissenschaftler, Landwirte, Verbraucher und zivilgesellschaftliche Akteure zusammen, die in die Wertschöpfungskette der biologischen Agrarproduktion involviert sind – von der landwirtschaftlichen Erzeugung, Zulieferung, der Lebensmittelherstellung, dem Marketing bis hin zum Verbrauch.