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Bioweizen-Ernte 2020 mit guten Erträgen bei mittlerer Qualität

Weizen

Die begrannte Sorte "Montalbano" hat in den Praxisversuchen 2020 den höchsten Ertrag erzielt. (Foto: FiBL, Hansueli Dierauer)

Das FiBL Schweiz führt jährlich zusammen mit den kantonalen Biofachstellen und Agroscope Praxisversuche mit Weizensorten an acht Standorten durch. Die Standorte sind über das ganze Schweizer Ackerbaugebiet vom Genfersee bis zum Bodensee verteilt.

Der Durchschnittsertrag über das ganze Versuchsnetz lag dieses Jahr mit 50.9 dt/ha leicht unter dem Vorjahreswert. Auch die Proteinwerte sind mit 12.6 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau. Bezüglich Ertrag fällt die begrannte Sorte "Montalbano" mit einem mittleren Ertrag von 54.6 dt/ha auf. Diese Sorte ist nun zwei Jahre geprüft und hat im Durchschnitt einen 10 Prozent höheren Ertrag. Aufgrund ihrer guten Anbaueigenschaften und der mittleren Qualität wird sie nächstes Jahr auf die empfohlene Sortenliste Biogetreide aufgenommen.

Die kurze Sorte "Nara" wird nicht mehr weiterverfolgt. Sie hat bewiesen, dass sie auf Parzellen mit wenig Unkrautdruck und in Kombination mit Untersaaten auch bei gewissen Bioproduzenten und Bioproduzentinnen erfolgreich angebaut werden kann. Die Sorte "Rosatch" hat mit 13.7 Prozent den höchsten Proteingehalt und einen guten Ertrag von 51.2 dt/ha.  Hingegen lag "Baretta" mit nur 11.4 Prozent Protein am Schluss. Diese Sorte empfiehlt sich nur für gute Standorte mit genügend Stickstoff.

Stabile Sorten "Prim" und "Wital"

Die neuen Sorten "Prim" und "Wital" aus der Züchtung Peter Kunz erwiesen sich wie "Wiwa" als stabile Sorten mit guten Ertrags- und Qualitätseigenschaften. Wie immer fallen die hohen Hektolitergewichte dieser Sorten auf. Bezüglich Ertrag liegen sie im Mittelfeld. "Prim" hat sehr gute Qualitätseigenschaften, d.h. die höchsten Feuchtkleberwerte. Aufgrund dieser guten Anbaueigenschaften und der sehr guten Qualität wird auch diese Sorte in die FiBL-Liste 2022 aufgenommen.

Diese Meldung erschien am 14.9.2020 auf Bioaktuell.ch

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