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Auch Biokunden sind preisbewusst

Biokunden und Biogelegenheitskunden sind im Allgemeinen mit der Qualität der Bioprodukte im Lebensmitteleinzelhandel zufrieden. Verbesserungen wünschen sie sich bei den Frischprodukten. Dies ergab eine Untersuchung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL in Zusammenarbeit mit dem deutschen Familienunternehmen des Lebensmitteleinzelhandels „tegut...“. Auch Biokunden sind preisbewusst und richten sich vermehrt nach Konsumtrends.

Die Konsumentinnen und Konsumenten beurteilen die Qualität von Bioprodukten im Lebensmitteleinzelhandel LEH in Deutschland grundsätzlich als gut, mit einigen Einschränkungen im Frischebereich. Die Sortimentsvielfalt, die große Auswahl an Bioprodukten und die hohe Frische und Qualität der Produkte sind die Gründe, warum die befragten Konsumenten bei „tegut...“ einkaufen. Diese Schlüsse zieht das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL aufgrund einer Online-Konsumentenbefragung und zwei Konsumentenworkshops mit regelmäßigen und unregelmäßigen Biokonsumenten zum Thema Bioprodukte bei „tegut...“. Die Befragungen führte das FiBL in Zusammenarbeit mit „tegut...“ im Dezember 2003 und Januar 2004 durch. „tegut...“ betreibt Supermärkte in Hessen, Thüringen und Nordbayern und erreicht mit 1300 biologischen Artikeln einen Umsatzanteil von 9 Prozent.

Im Frischebereich treten häufiger Probleme auf. Dies ist gerade für unregelmäßige Biokäufer ein Grund, zum konventionellen Produkt zu greifen. Regelmäßige Biokonsumenten haben hier eine höhere Schmerzgrenze und kaufen auch mal Äpfel mit Druckstellen – obwohl auch hier Kritik geübt wird. Gleiches gilt für die Preise. Biogelegenheitskäufer vergleichen die Preise. Ist ihnen der Preisunterschied zu hoch, greifen sie zum konventionellen Produkt. Biointensivkäufer dagegen bleiben bio zwar treu, wählen aber lieber billigere Bioprodukte.

Neben hoher Qualität und günstigem Preis erwarten die Konsumenten große Auswahl und einfache Auffindbarkeit der Bioprodukte. Sie sollen klar gekennzeichnet und in kleinen Blöcken im konventionellen Sortiment platziert sein.

Bioobst und –gemüse werden wegen der Trennung von konventionellen Produkten in Folie verpackt angeboten. Für viele Biokäufer ist dies unverständlich. Es widerspreche dem Umweltschutzgedanken und spricht die Biokunden deshalb nicht an. Sie bevorzugen loses Obst und Gemüse.

Biokonsumenten folgen Trends des Lebensmitteleinzelhandels: Attraktive Preise, bequemes, zeitsparendes Einkaufen, Qualitätsbewusstsein, Convenience, Wellness. Auch Biokäufer schauen immer mehr auf den Preis, sei es bei Aktionen oder auch bei der Suche nach preisreduzierten Bioartikeln mit fast erreichtem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Kontaktperson am FiBL:
Gabriele Hempfling
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL
Ackerstrasse
CH-5070 Frick
Tel.: +41 (0)62 865-7250
Fax +41 (0)62 865-7273

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