In der Schweiz werden Substrate für Speisepilze heute weitgehend zentral hergestellt und häufig importiert, obwohl regional organische Reststoffe wie Mist und Stroh verfügbar sind. Das Projekt untersucht, ob ein kleinskaliges, dezentrales Bioreaktorsystem diese Rohstoffe zu einem stabilen Pilzsubstrat für Sekundärzersetzer aufwerten kann. Der modulare Reaktor soll mehrere Kompostierungsphasen in einem System verbinden und so eine lokale Substrat- und Pilzproduktion ermöglichen.
Dazu wird ein Bioreaktor entwickelt, gebaut und unter Praxisbedingungen getestet. Untersucht werden Prozessstabilität, Substratqualität, Pilzertrag und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Parallel werden mögliche Anwendungen mit Landwirtschaftsbetrieben, Erlebnishöfen, Gastronomie und weiteren Akteur*innen geprüft. Das verbrauchte Pilzsubstrat soll als Bodenverbesserer in den regionalen Nährstoffkreislauf zurückgeführt werden.
Projektpartner