Dieses Projekt ist Teil des Bodenaktionsplans des Kantons Waadt (2025–2030) und zielt darauf ab, ein Netzwerk von Pilotbetrieben aufzubauen, um die Qualität der landwirtschaftlichen Böden nachhaltig zu verbessern. Die Pilotbetriebe dienen einerseits als Versuchsstandorte unter realen Bedingungen und andererseits als Plattform für die Verbreitung bewährter Praktiken. Dadurch sollen die Bodenfruchtbarkeit gestärkt und die Widerstandsfähigkeit der Betriebe gegenüber klimatischen Schwankungen erhöht werden.
Der Ansatz basiert auf einer einfachen, partizipativen Diagnose, mit der sich die Hauptrisiken für die Böden (insbesondere Verdichtung, Erosion und Verlust organischer Substanz) ermitteln lassen. Auf dieser Grundlage können für jeden Betrieb spezifische Handlungsprioritäten festgelegt werden. Gemeinsam erarbeiten Landwirt*innen, Berater*innen und Forscher*innen auf Basis dieser Diagnose konkrete Aktionspläne. Durch den Austausch in der Gruppe und unter Gleichgesinnten können Erfahrungen geteilt und die Umsetzung angepasster Lösungen gefördert werden.
Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen. Zunächst wird die Diagnosemethode auf Pilotbetrieben entwickelt und erprobt. Anschließend erfolgt die wissenschaftliche Begleitung und mittelfristige Umsetzung der Aktionspläne.
Das Ziel besteht darin, einen operativen Rahmen zu schaffen, der Innovation, kollektives Lernen und die grossflächige Verbreitung bodenschonender landwirtschaftlicher Praktiken fördert.
Projektpartner