FiBL führt in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Agroecology Fund (AEF) eine umfassende Analyse von gemeinschaftlichen Saatgutsystemen durch. Diese Initiative bewertet die Auswirkungen der AEF-Unterstützung bei der Stärkung von Basisorganisationen, die die lebenswichtige landwirtschaftliche Biodiversität bewahren. Sie soll auch Erkenntnisse darüber liefern, wie das Unterstützungssystem des AEF verbessert werden kann. Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Züchtung und Vermehrung von Kulturpflanzensorten sowie die genetische Ressourcen von Nutztieren miteinbezieht, da diese eine wesentliche Rolle bei der Schaffung widerstandsfähiger Ernährungssysteme und dem Schutz des kulturellen Erbes spielen. Die Bewertung konzentriert sich auf sechs Schlüsselländer: Brasilien, Kolumbien, Indien, Kirgisistan, Malaysia sowie Mexiko/Guatemala.
Durch die Kombination von Dokumentenanalysen, Interviews mit Interessensgruppen, Online-Umfragen und partizipativen Fallstudien ermittelt das FiBL-Team vor Ort bewährte Praktiken und Herausforderungen beim Aufbau lokaler Ernährungssicherheit. Die Expert*innen des FiBL nutzen einen "Contribution Story"-Ansatz, um zu verstehen, wie diese Initiativen Gemeinschaften stärken, politische Veränderungen beeinflussen und das gegenseitige Lernen fördern. Das ultimative Ziel ist es, umsetzbare Erkenntnisse zu gewinnen, die den Gemeinschaften helfen, ihre Saatgut-Souveränität zurückzugewinnen und sich an den Klimawandel anzupassen. Diese Bewertung liefert dem AEF und seinen Partnern weltweit die notwendige Erkenntnisse, um die Unterstützung für den Schutz der genetischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren zu verstärken.
Projektleitung