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Schweizer Plattformen für nachhaltigen Kakao und Kaffee

Titolo del progetto in lingua originale

Swiss platforms for sustainable cocoa and coffee

Abstract

Durch seine Mitgliedschaft in der Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao (SWISSCO) und der Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kaffee (SSCP) bringt das FiBL seine langjährige, abteilungsübergreifende Expertise in angewandter Forschung, Kapazitätsaufbau und Systemtransformation ein. Durch die Kombination von agronomischen, sozioökonomischen und partizipativen Ansätzen erarbeitet das FiBL praxisnahes Wissen und wissenschaftliche Evidenz. Ziel ist es, die Existenzgrundlagen von Kleinbauernfamilien eng mit agrarökologischen Innovationen und den Governance-Herausforderungen in globalen Kaffee- und Kakaowertschöpfungsketten zu verknüpfen.

Die Hauptschwerpunkte des FiBL im Kaffee- und Kakaobereich:

  • Agroforstwirtschaft und innovative Anbaupraktiken: Das FiBL fördert die Agroforstwirtschaft als die am besten geeignete Anbaustrategie für eine klimaresiliente Kakao- und Kaffeeproduktion. Gleichzeitig entwickelt das Institut einfach umsetzbare Lösungen zur Diversifizierung traditioneller Anbausysteme unter Berücksichtigung unterschiedlicher kultureller Kontexte. Die angewandte Forschung konzentriert sich auf innovative Praktiken wie dynamisches Schattenmanagement, angepasste Schnitttechniken, verbesserte Kompostierung und den Einsatz von Pflanzenkohle – stets begleitet von Analysen des Arbeitsaufwands und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit.
  • Pflanzen- und Bodengesundheit: Um den biologischen Pflanzenschutz zu optimieren, erforscht das FiBL präventive Massnahmen und biologische Pflanzenschutzlösungen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Bodengesundheit, um die Resilienz der Betriebe zu stärken und den Schädlingsdruck nachhaltig zu senken. Darüber hinaus gewinnen Forschung und Schulungen zur Vermeidung von Rückständen in Böden, Pflanzen und Endprodukten stark an Bedeutung, was auch die physische Rückverfolgbarkeit und Vorsorgemassnahmen in biologischen Lieferketten stärkt.
  • Klimaresilienz, Anpassung und Kreislaufwirtschaft: Das FiBL engagiert sich aktiv in der Anpassung an den Klimawandel und beim Schutz vor Entwaldung – etwa durch angewandte Forschung zu neuen Sorten, sich verändernden Anbauzonen und nachhaltigen Modell-Betrieben. Die Erforschung der Kompostierung von Verarbeitungsabfällen sowie die Nutzung von Pflanzenkohle tragen dazu bei, den CO2-Fussabdruck der Produkte zu reduzieren und die Klimaresilienz auf Betriebsebene zu stärken.
  • Marktzugang für Kleinbäuer*innen, existenzsichernde Einkommen und Wertschöpfungsketten-Governance: Die sozioökonomische Forschung des FiBL verknüpft Studien zu existenzsichernden Einkommen (Living Income) direkt mit zentralen sozialen Fragen wie der Vermeidung von Kinderarbeit, Geschlechtergerechtigkeit, Arbeitssicherheit und ausgewogener Ernährung. Durch die Verbindung dieser sozialen Aspekte mit agronomischen Erkenntnissen schafft das FiBL klare Bezüge zwischen den wirtschaftlichen Realitäten der Kleinbäuer*innen, agrarökologischen Innovationen und Governance-Fragen. Ein weiteres zentrales Anliegen des FiBL sind die Auswirkungen von Bioregularien auf Kleinbauernorganisationen als Grundlage für den politischen Dialog und gezielte Massnahmen, um den Marktzugang für Kleinproduzent*innen dauerhaft zu sichern.

Responsabile del progetto al FiBL / contatto

Collaboratrici e collaboratori del FiBL coinvolti

Ruolo del FiBL

Projektleitung

Gruppo/ Punto focale del lavoro/ Sedi

  • Agroecosistema-Innovazione & Adozione (Dipartimento della cooperazione internazionale, FiBL Svizzera)
  • Catene di valore & mercati (Dipartimento della cooperazione internazionale, FiBL Svizzera)
  • Orto & giardino (Dipartimento di scienze delle produzioni vegetali, FiBL Svizzera)
  • Valutazione & analisi d'impatto (Dipartimento di scienze dei sistemi agroalimentari, FiBL Svizzera)

Numero di progetto del FiBL

65157

Data di modifica

05.10.2026
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