Weltweit wird Kakao überwiegend in Monokulturen angebaut. Diese sind jedoch aufgrund ihrer Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten, ihrer Abhängigkeit von externen Inputs sowie ihrer negativen Auswirkungen auf die Umwelt, wie Entwaldung und Bodendegradation, suboptimal. Dynamische Agroforstsysteme (DAF) bieten eine überzeugende Alternative: Neben Kakaopflanzen werden verschiedene Bäume, Sträucher und Nutzpflanzen integriert, wodurch natürliche Waldumgebungen nachgeahmt werden. Dieser Ansatz verbessert die Biodiversität erheblich, erhöht die Bodenfruchtbarkeit, fördert die ökologische Widerstandsfähigkeit und bietet den Landwirte*innen diverse Einkommensquellen. All dies macht den dynamischen Agroforst zu einer entscheidenden Strategie für eine nachhaltige Kakaoproduktion und die Eindämmung des Klimawandels.
Obwohl DAF zur Förderung einer nachhaltigen Kakaoproduktion propagiert wird, ist seine Verbreitung unter Kleinbauern und Kleinbäuerinnen nach wie vor weitgehend lokal begrenzt und hängt von externer Finanzierung ab, was auf einen dringenden Bedarf an einer eingehenden Bewertung hindeutet. Diese Studie soll diese Lücke schliessen, indem sie die Leistungsfähigkeit und die Verbreitungsdynamik von DAF bewertet, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der sozioökonomischen Tragfähigkeit liegt. Anhand von zwei Fallstudien aus Ecuador und Ghana verfolgt das Projekt folgende Hauptziele:
Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, die als Grundlage für künftige Investitions-, Politik- und Programmierungsentscheidungen in verschiedenen Kakaoanbaugebieten dienen und letztlich zu einem nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Kakaosektor beitragen sollen. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Schweizer Plattform für nachhaltigen Kakao (SWISSCO) und Coop Schweiz, die beide die von verschiedenen FiBL Expert*innen durchgeführte Studie zu diesem Thema mitfinanzieren.
Projektleitung