Die gesellschaftliche Forderung nach einer nachhaltigen und produktiven Pflanzenproduktion bei gleichzeitig zunehmenden Wetterextremen stellt landwirtschaftliche Betriebe vor grosse Herausforderungen. Untersaaten bieten ein hohes Potenzial als Massnahme zur Klimaanpassung. Ihre Etablierung unter Biobedingungen, ohne den Einsatz von Herbiziden, muss jedoch weiter optimiert werden. Zudem ist die Wahl der Untersaat in Abhängigkeit zu ihrer Konkurrenzkraft zur Hauptkultur bislang ungeklärt.
Ziel des Projekts ist es, den Einfluss unterschiedlicher Untersaatkomponenten und Saatzeitpunkte auf die Bestandsentwicklung zu ermitteln. Zudem sollen die Effekte auf die Hauptkultur, die Wasserverfügbarkeit und das Infiltrationsvermögen des Bodens bestimmt werden. Zu diesem Zweck werden in den wichtigsten Biokulturen Mais und Weizen verschiedene Untersaatmischungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und auf unterschiedlichen Böden eingesät. Untersucht werden die Bodenbedeckung, der Trockensubstanzertrag, der Bodenwassergehalt, das Wasserinfiltrationsvermögen sowie der Ertrag der Hauptkultur. Ergänzend wird im Mais die Bodenfeuchte in verschiedenen Tiefen mittels Sonden ermittelt. Parallel dazu finden Streifenversuche auf Praxisbetrieben statt, um die Etablierung der Untersaat im Weizenanbau unter Praxisbedingungen zu prüfen. Die Versuchsdaten liefern wertvolle Erkenntnisse über den Einfluss von Untersaaten auf die Hauptkultur und das Bodenklima und ermöglichen die Ableitung praxisnaher Anbauempfehlungen.
Projektpartner