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FiBL Schweiz

Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

Ackerstrasse 113, Postfach 219
CH-5070 Frick 

Telefon +41 62 865 72 72
Fax +41 62 865 72 73 

info.suisse(at)fibl.org
www.fibl.org

Informationen für die Praxis finden Sie auf

Logo bioaktuell.ch

News, Agenda, Umstellung, Tierhaltung, Pflanzenbau, Markt, Bildung, Zeitschrift usw.
www.bioaktuell.ch

Kurse FiBL Schweiz

Tätigkeitsbericht 2012

FiBL Schweiz – 40 Jahre Forschung für die biologische Landwirtschaft

FiBL in Frick

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) wurde 1973 gegründet und ist seit 1997 in Frick ansässig. Es ist weltweit eine der führenden Forschungseinrichtungen für biologische Landwirtschaft und beschäftigt über 135 Fachleute. Die enge Verzahnung verschiedener Forschungsgebiete und der rasche Wissenstransfer von der Forschung zur Beratung und in die Praxis sind die Stärken des FiBL. Die Kompetenz des FiBL ist auch ausserhalb der Schweiz gefragt. Daher ist das FiBL international an zahlreichen Projekten beteiligt – sowohl in Forschung, Beratung und Weiterbildung als auch in der Entwicklungszusammenarbeit.

Zum FiBL gehören ein Weingut mit eigener Kelterei, eine Obstanlage, ein Landwirtschaftsbetrieb mit Hofladen und ein Restaurant, die alle biologisch betrieben werden.

Organigramm (27 KB)

Forschung für die Praxis

Seit seiner Gründung 1973 erarbeitet das FiBL die wissenschaftlichen Grundlagen für den biologischen Landbau und die artgerechte Tierhaltung.

Obst, Beeren, Wein, Gemüse und Kartoffeln stehen im Zentrum der pflanzenbaulichen Forschung am FiBL. Erprobt werden die Abwehr von Schädlingen und Krankheiten durch Förderung von Nützlingen, durch direkte Kontrollmassnahmen und durch die Verbesserung der Anbautechnik. Ein weiterer Schwerpunkt sind der Erhalt und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Ein Departement widmet sich der Qualität von Bioprodukten, die auch die Verarbeitung mit einbezieht.

Tierärztinnen und Tierärzte beschäftigen sich mit der Eutergesundheit und mit Parasiten. Sie optimieren Haltung, Fütterung und Weideregime und erproben homöopathische und pflanzliche Präparate. Die Gruppe Sozioökonomie analysiert wirtschaftliche Engpässe der Biobetriebe, kostendeckende Biopreise, agrarpolitische Fördermassnahmen sowie Fragen der Vermarktung.

Auf dem Versuchsbetrieb in Frick liegen die Schwerpunkte beim Kern - und Beerenobst, beim Wein- und Ackerbau, beim Milchvieh und bei den Bienen. Seit 2005 baut das FiBL mit dem eigenen Weingut die Forschung zum biologischen Rebbau und Kellereiwirtschaft aus. Ausserdem finden zahlreiche Projekte und Erhebungen auf mehr als 200 Praxisbetrieben in der ganzen Schweiz statt.

DOK-Versuch: Langzeitvergleich von landwirtschaftlichen Anbausystemen

Luftaufnahme DOK-Versuch

In Therwil bei Basel läuft der bereits 1978 begonnene DOK-Langzeitversuch, der den biologisch-dynamischen und den biologisch-organischen Landbau mit dem konventionellen vergleicht. Mit diesem Versuch wurden zahlreiche, weltweit anerkannte Belege für die ökologischen Vorteile des Biolandbaus im Vergleich zum konventionellen Anbau erbracht.

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FiBL-Beratung: Wissen auf die Betriebe bringen

Der FiBL-Forschung ist ein Beratungsdienst angegliedert, so dass die Ergebnisse rasch in die Praxis einfliessen. Neben der Einzelbetriebs- und Gruppenberatung sind Kurse, die Monatszeitschrift bioaktuell und die Internetsite www.bioaktuell.ch sowie Merkblätter die wichtigsten Beratungsinstrumente. In der Bio-Berater- Vereinigung (BBV) arbeiten die Kantone, das FiBL und die privaten Bioorganisationen eng zusammen. Ihr Sekretariat ist am FiBL angesiedelt.

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FiBL-Medien: Wichtige Instrumente der Wissensverbreitung

Verschiedene FiBL-Publikationen

Die FiBL-Medien machen die Ergebnisse der FiBL-Forschung Landwirten, interessierten Personen aus der Landwirtschaft und Beratung greifbar. Viele der FiBL-Publikationen liegen in mehreren Sprachen vor und finden auch international Verbreitung.

Die FiBL-Merkblätter geben prägnant Auskunft zu einem Thema und zeigen Lösungen zu Schlüsselproblemen auf. Sie sind für Praktikerinnen und Praktiker ein unverzichtbares Hilfsmittel. Mit den Dossiers bietet das FiBL Argumentationshilfen für den Biolandbau.
Gemeinsam mit der Bio Suisse gibt es die monatliche Zeitschrift bioaktuell heraus. Mit der deutschen Stiftung Ökologie & Landbau besteht eine Kooperation bei der Zeitschrift „Ökologie & Landbau“, die vor allem Forschende und Fachleute anspricht.
Ausserdem bietet das FiBL mehrere Internetangebote zu verschiedenen Themen des ökologischen Landbaus an. Beispielsweise bioaktuell.ch, die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern, die ebenfalls gemeinsam mit der Bio Suisse sowie den Bioberatungsstellen der Kantone angeboten wird.

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International vernetzt..

Feldarbeit in den Tropen

Das FiBL arbeitet in zahlreichen Projekten und in Fachkommissionen mit Expertinnen und Experten in der Schweiz und im Ausland zusammen.

... in der Forschung

Das FiBL ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten der Europäischen Union. Mit europäischen Partnern werden gemeinsam Fragen der Lebensmittelqualität, der Tiergesundheit, der Weiterentwicklung und der Agrarpolitik, der Optimierung von Anbautechnik und Pflanzenschutz angegangen.

... in der Beratung und Entwicklungszusammenarbeit

Ebenfalls international gefragt ist das Beratungsangebot des FiBL. Die FiBL-Fachleute bringen ihr Wissen in zahlreiche Länder der Welt. Prominente Beispiele der internationalen FiBL-Arbeit sind der Aufbau einer Zertifizierungsorganisation in Indien (Indocert) oder der einer Biozitrusproduktion in Kuba.

... in der Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen

Ebenfalls gefragt ist die Kompetenz des FiBL bei internationalen Organisationen. Das FiBL arbeitet in der Codex-Alimentarius Kommission der Welternährungsorganisation FAO mit und war an der Ausarbeitung des europäischen Aktionsplans für biologischen Landbau und Biolebensmittel beteiligt. Ausserdem hat das FiBL die Internationale Gesellschaft der Biolandbauforschung ISOFAR mitbegründet.
Im Weltdachverband IFOAM, der die Institutionen des biologischen Landbaus weltweit vereint, bringt das FiBL seine Kompetenz in zahlreichen Gremien ein (Richtlinienkomitee, Regionalgruppe Europäische Union, Codex-Alimentarius-Arbeitsgruppe).

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Das FiBL hat die unabhängigen Institute FiBL Deutschland (2001) und FiBL Österreich (2004) gegründet. Es ist ausserdem Mitbegründer des Bioinstituts in Tschechien (2004) und des Instituts fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg (IBLA, 2007).

Bioinstitut Tschechien
Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg

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Geschichte

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) wurde 1973 von Biobäuerinnen und Biobauern gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als private Stiftung gegründet.

Seine Aufgabe war, die damals von Bund und Kantonen stiefmütterlich behandelten Biobäuerinnen und Biobauern durch Forschungsprojekte und Beratung zu unterstützen. Das Institut begann seine Arbeit 1974 in Oberwil, Kanton Baselland, und hat seit 1997 seinen Sitz in Frick, Kanton Aargau.

Wichtige Meilensteine der FiBL-Geschichte sind unter anderem die Ausrichtung der 1. IFOAM-Konferenz 1977 in Sissach und die der 13. IFOAM-Konferenz in Basel, 2000.

Die FiBL Geschichte als Film

Im Film "Die FiBL-Chronik" berichten Zeitzeugen über die Anfänge des Forschungsinstituts für biologischen Landbaus FiBL in Oberwil BL, seit 1997 in Frick. Dieser Film wurde zusammengestellt aus gesammeltem Material zum Film «Zwischen Zorn und Zärtlichkeit - Die Geschichte des Biolandbaus in der Schweiz».
youTube.com: Teil 1/2 - Zwischen Zorn und Zärtlichkeit
youTube.com: Teil 2/2 - Zwischen Zorn und Zärtlichkeit
youTube.com: "Die FiBL-Chronik"ansehen

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Finanzierung

Das Forschungsinstitut und sein Beratungsdienst werden finanziert vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit  (DEZA), von den Landwirtschaftsämtern der Kantone, von Gemeinden sowie von privaten Organisationen (Coop, Bio Suisse, Hiscia, Migros und weitere) und Einzelpersonen. Ausserdem finanziert sich das FiBL über zahlreiche Forschungsaufträge. So ist es an vielen EU-Forschungsprojekten beteiligt.

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Auskünfte

Urs Niggli, Direktor FiBL