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Urs Niggli
(Prof. Dr. Dr. hc.)

Direktion
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-7270
urs.niggli(at)fibl.org

Kern-Missionen des FiBL

Anfangs 2019 hat das FiBL seine elf Kern-Missionen veröffentlicht, mit welchen es seine vielfältigen Aktivitäten bündelt und teilweise ganz neue Wege geht. Die Herausforderungen der Zukunft sollen mit Ideen und Methoden der Zukunft angegangen werden.

Die elf Kernmissionen:

  • Kern-Mission 1: Pflanzenzüchtung für agrarökologische und biologische Anbausysteme
  • Kern-Mission 2: Nutzung digitaler Techniken im modernen Biolandbau
  • Kern-Mission 3: Biologischer Pflanzenschutz für die ganze Landwirtschaft
  • Kern-Mission 4: Optimales Stickstoffmanagement für Pflanze, Tier und Umwelt
  • Kern-Mission 5: Tierwohl, Produktivität und Nachhaltigkeit – die Konflikte lösen
  • Kern-Mission 6: Klimawandel und Biolandbau
  • Kern-Mission 7: Nachhaltigkeit der Landwirtschaft und der Wertschöpfungskette verbessern
  • Kern-Mission 8: Die Wertschöpfungsketten transparent machen und das Vertrauen der Konsumenten langfristig sichern
  • Kern-Mission 9: Bioberatung der Zukunft – der digitale Berater und das persönliche Gespräch
  • Kern-Mission 10: Der Beitrag des biologischen Landbaus zur nachhaltigen Entwicklung in Ländern des Südens
  • Kern-Mission 11: Campus FiBL – Agrarökologie und Biolandbau brauchen eine inter- und transdisziplinäre Aus- und Weiterbildung

Vorwort

In der Mitte des 21. Jahrhunderts werden 500 Millionen Bäuerinnen und Bauern neun Milliarden Menschen ausreichend und gesund ernähren. Sie werden dies unter Schonung der natürlichen Ressourcen und ohne fossile Energieträger tun. Sie werden von ihrer Produktion wirtschaftlich und gut leben können. Und mit Nutztieren die unerschöpflichen Graslandflächen und die Nebenprodukte der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie ohne Leiden und Stress nutzen.

Das ist der moderne Biolandbau, für den sich das FiBL mit zahlreichen Forschungsprojekten, Bildungsaktivitäten und Beratungswissen einsetzt. Als direkter Akteur in verschiedenen europäischen Ländern oder in zahlreichen Kooperationen mit öffentlichen und privaten Institutionen in praktisch allen Ländern der Welt. Denn die Mitarbeitenden des FiBL wollen etwas bewegen. Dazu nutzen sie das Wissen, das sie in vielen hundert Projekten mit Praktikerinnen und Akteuren gesammelt und durch experimentelle Forschung und sorgfältige Analysen laufend erweitert haben. Auf die Mitarbeitenden des FiBL kann man sich im Biolandbau seit 45 Jahren verlassen.

Die ökologische, wirtschaftliche und soziale Transformation der globalen Ernährungssysteme ist heute in aller Munde. Das FiBL arbeitet zielstrebig und konsequent daran. Es nutzt dazu öffentliche Gelder, Stiftungsgelder und Mittel von innovativen Unternehmen. Mit elf neu formulierten Kern-Missionen bündelt das FiBL seine vielfältigen Aktivitäten und geht teilweise ganz neue Wege. Die Herausforderungen der Zukunft sollen mit Ideen und Methoden der Zukunft angegangen werden.

Die elf Kern-Missionen bilden ein Dokument, das Aufbruch erzeugt. Wir wollen wesentlich mehr bewirken, weil wir sehen, dass sich viele unserer Ideen bewähren und unsere Partner füllen den Pool von guten Lösungen weiter. Diesen Aufbruch wollen wir auch finanzieren und machen grosse Anstrengungen, die heutigen Budgets der fünf FiBL in Höhe von etwa dreissig Millionen Franken/ Euro mindestens zu verdoppeln.

Wir wollen den Biolandbau, das Tierwohl und die Agrarökologie ins Zentrum der Landwirtschaft und der Ernährung bringen. Die Zeit ist reif für eine Transformation, dazu braucht es Herz, Kopf, und Hände.

Vorwort von Urs Niggli zur Broschüre "Die elf Kern-Missionen des FiBL von 2018 bis 2025"