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Studie "Kursbuch Agrarwende 2050 - ökologisierte Landwirtschaft in Deutschland"

Die von FiBL Deutschland im Auftrag von Greenpeace Deutschland erstellte Studie "Kursbuch Agrarwende 2050 - ökologisierte Landwirtschaft in Deutschland" wurde am 7. Januar von Greenpeace veröffentlicht und von einem großen Medienecho begleitet.

(17.01.2017) 

Ziel der Studie ist es, eine Diskussionsgrundlage für die Entwicklung einer zukunftsfähigen und ökologisierten Landwirtschaft in Deutschland zu erarbeiten. Mit dem Ökolandbau liegt bereits eine gut geeignete Bewirtschaftungsform vor. Es erscheint aber unrealistisch, dass der zertifizierte Ökolandbau bis 2050 die konventionelle Landwirtschaft abgelöst hat. Daher liegt der Schwerpunkt dieser Studie auf der schrittweisen qualitativen Verbesserung der konventionellen Landwirtschaft bis 2050.

Diese ökologisierte konventionelle Landwirtschaft zeichnet sich aus durch eine weitgehend klimaschonende Bewirtschaftung, eine deutliche Erhöhung der Biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft, signifikant verringerte Schadstoffeinträge, eine verbesserte Nutztierhaltung und eine gentechnikfreie und schadstofffreie Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln, und Futtermitteln. Falls erforderlich und möglich kann auch Biomasse produziert werden. Die Umweltziele von Greenpeace orientieren sich an wissenschaftlichen und politischen Zielsetzungen. Sie sind quantifizierbar und mit konkreten Zielwerten hinterlegt.

Eine wesentliche Fragestellung dieser Studie ist, ob eine Landwirtschaft, die alle genannten Umweltziele in 2050 erfüllt, auch die Bevölkerung in Deutschland ernähren kann. Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? In der Studie werden die landwirtschaftlichen Erträge in 2050 kalkuliert, die 30 Prozent zertifizierter Ökolandbau und 70 Prozent ökologisierte konventionelle Landwirtschaft produzieren. Demgegenüber werden drei mögliche Entwicklungspfade für das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung in 2050 skizziert: Eine große Ernährungswende mit einem deutlich reduzierten Fleischverzehr (mind. 50 Prozent), eine kleine Ernährungswende mit reduziertem Fleischverzehr (< 25 Prozent) und ein weitgehend konstantes Ernährungsverhalten "as usual" mit leicht verringertem Fleischverzehr (< 10 Prozent).

Das Ergebnis: Unter der Vorgabe, alle gesetzten Umweltziele zu erreichen, können nur bei einer großen Ernährungswende und einer gleichzeitigen Halbierung der Lebensmittelabfälle ausreichend Lebensmittel produziert werden, um 78 bzw. 80 Millionen Einwohner in Deutschland 2050 zu ernähren. Die Roadmap der Studie beschreibt Instrumente, Maßnahmen und einen Zeitplan, wie die deutsche Landwirtschaft bis 2050 umwelt- und klimafreundlich gestaltet werden kann.

Wie und mit welchen Mitteln eine Ernährungswende eingeleitet werden kann, war nicht Gegenstand dieser Studie. Dies sollte in einem nächsten Schritt erarbeitet werden.

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