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Beate Huber
(Dipl.-Ing. agr. (FH))

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FiBL-Wissenschaftler diskutierten Forschungsergebnisse auf dem Tropentag

Vergangene Woche fand in Prag der diesjährige Tropentag statt und damit die wichtigste Konferenz, auf der sich Wissenschaftler in Mitteleuropa über ihre entwicklungsorientierte Forschung zur Landwirtschaft in den Tropen und Subtropen austauschen. Mit elf Beiträgen waren FiBL-Projekte ein essentieller Teil der dreitägigen Veranstaltung und ergänzten die Debatte mit Inhalten zum Biolandbau.

Gruppenbild mit Tropentag-Banner

Das FiBL-Team am Tropentag.

Gruppe von Menschen vor Postern

Posterpräentation am Tropentag.

Referent

Andreas Fliessbach vom FiBL referierte über Bodenqualität und -fruchtbarkeit im kenianischen "SysCom"-Versuch.

(23.09.2014) 

In den Tropen und Subtropen bestehen noch grosse Wissenslücken im Bereich der biologischen Landwirtschaft. Diese Lücken zu füllen, daran arbeitet das FiBL mit diversen Projekten wie dem Langzeitsystemvergleich "SysCom" in Bolivien, Indien und Kenia, den Projekten "Green Cotton" in Indien und "SyproBio" in Westafrika oder mit Agrarforschung in Malaysien und China. Dass die Forschungsarbeit des FiBL auch in den wärmeren Klimaten Früchte trägt, zeigt die hohe Anzahl an FiBL-Beiträgen auf dem diesjährigen Tropentag: Mit acht Postern und drei mündlichen Präsentationen wurden dem Fachpublikum Erkenntnisse zum biologischen Anbau in den Tropen und Subtropen vermittelt und kritisch diskutiert.

Der Tropentag ist eine seit 1999 jährlich stattfindende Konferenz, auf der nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren, sondern auch ein Austausch mit wichtigen Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit stattfindet. Die Themenschwerpunkte liegen dabei auf Ernährungssicherung, Umgang mit natürlichen Ressourcen und ländlicher Entwicklung in den Tropen und Subtropen. In diesem Jahr fand das Treffen erstmals an der Faculty of Tropical AgriSciences in Prag statt. Mit 683 Teilnehmern aus 60 Ländern ist die Tagung international geschätzt und vereinigt eine Vielzahl an entwicklungsorientierten Akteuren. Auch junge Wissenschaftler stehen bei dem Austausch im Fokus: 225 Studierende und 179 Doktorandinnen und Doktoranden nahmen dieses Jahr teil.

Besonders die "SysCom"-Langzeitsystemvergleiche in den Tropen standen bei den FiBL-Präsentationen im Vordergrund. Aus Bolivien berichteten die Beiträge über erste Ergebnisse der Resistenzzüchtung gegen Monilia-Fruchtfäule sowie deren Bekämpfung in tropischen Agroforstsystemen. Um vergleichbare Erträge in biologischen Maisanbausystemen und deren gesteigerte mikrobielle Aktivität ging es in den Beiträgen der FiBL-Experten aus dem kenianischen Teilprojekt. Aus Indien wurden verschiedene Mittel zur Schädlingsbekämpfung aus lokalen Rohstoffen sowie die Einflüsse des biologischen Baumwollanbaus auf bodenphysikalische Eigenschaften vorgestellt.

Neben diesen Berichten aus dem "SysCom"-Projekt war das FiBL auf dem Tropentag mit fünf weiteren Postern vertreten: Diese thematisierten Ergebnisse zum Schädlingsbefall verschiedener Baumwollsorten aus dem indischen "Green Cotton Projekt", Leistungsfähigkeit und Krankheitsbefall von Kakaobäumen sowie deren Wachstum in biologischen Agroforstsystemen in Malaysien, den Einfluss der Biolandwirtschaft auf ländliche Entwicklung in Westafrika und die Nachhaltigkeit von kleinbäuerlichem Obstbau in China.

Steffen Schweizer, FiBL

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