Startseite » Service » Nachrichtenarchiv » Meldung

Kontakt

Thomas Bernet
(Dr. Dipl. Ing. Agr. ETH)

Departement für Internationale Zusammenarbeit
Leitung Gruppe Marktentwicklung
FiBL
Ackerstrasse 113
CH-5070 Frick

Telefon +41 (0)62 865-1710
Mobile +41 (0)76 344-5035
Fax +41 (0)62 865-7273
thomas.bernet(at)fibl.org

Kontakt

Axel Wirz
Dipl.-Ing. agr. (FH) / Betriebswirt (IDB)

FiBL
Kasseler Straße 1a
D-60486 Frankfurt

Telefon +49 (0)69 7137699-48
Fax +49 (0)69 7137699-9
axel.wirz(at)fibl.org

FiBL unterstützt den Biosektor in Saudi-Arabien

Bioladen in Riad

Bioladen in Riad

Biodatteln

Biodatteln

Workshop

Teilnehmer am Workshop in Riad

Besprechung

Interviews mit der Direktion einer Direktvermarktungs-Handelsfirma

Besprechnung

Interview mit dem Produktionsverantwortlichen einer grossen Biofarm in der Nähe von Riad

(07.06.2011) 

Die Fachgruppe International des FiBL Schweiz hat von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (www.giz.de) den Auftrag erhalten, die Entwicklung des Biomarktes im Königreich Saudi Arabien zu unterstützen. Im Rahmen des GiZ-Projektes "Einführung ökologischer Landwirtschaft in Saudi-Arabien" haben Thomas Bernet, FiBL Schweiz, und Axel Wirz, FiBL Deutschland, in Riad den dreitägigen Workshop "Organic Market Development (OMD)" mitgestaltet.

Am Workshop (s. Foto) nahmen die wichtigsten Mitarbeiter der Ökolandbau-Abteilung des Landwirtschaftministeriums sowie Mitglieder des Vorstandes der saudi-arabischen Biovereinigung SOFA (Saudi Organic Farm Association) teil. Bernet und Wirz zeigten die Entwicklung eines Ökomarktes in der Theorie und an den Praxisbeispielen Schweiz und Deutschland. Gemeinsam wurden Rückschlüsse für die Entwicklung des saudischen Ökomarktes gezogen. Thomas Bernet stellte die Methode des "Participatory Market Chain Approach" vor - ein partizipativer Ansatz zur gezielten Zusammenführung aller Marktteilnehmenden (Landwirte, Verarbeiter, Händler, Regierungsstellen).

Die Methode soll zur Weiterentwicklung des saudi-arabischen Biosektors verwendet werden. In der ersten Phase interviewt ein lokales  Begleitteam die verschiedenen Akteure, und vier Personen führen im Mai 2011 rund 40 Interviews mit den verschiedenen Teilnehmern des Biosektors durch. Die Ergebnisse werden am 5. Juni in einem Workshop dem Sektor präsentiert. Die Teilnehmenden leiten daraus die wichtigsten Massnahmen ab, welche die Akteure entlang der Wertschöpfungsketten anschliessend umsetzen.

Hintergrund: Biolandbau in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien wurden 2006 die ersten zehn Pilotbetriebe auf Bio umgestellt. Für die Förderung des ökologischen Landbaus verantwortlich ist die im Jahr 2008 geschaffene Abteilung für Ökolandbau im saudischen Landwirtschaftsministerium. Diese Abteilung formulierte zunächst die nationalen Anbau- und Produktionsrichtlinien und entwickelte das Kontrollsystem. In dieser Phase beteiligte sich Rolf Mäder, FiBL Deutschland, an der Entwicklung der Betriebsmittelliste.

Zur Zeit wirtschaften im Königreich Saudi-Arabien rund 64 Landwirtschaftsbetriebe biologisch. 15'500 Hektar sind nach nationaler bzw. in Anlehnung an die EU-Bio-Verordnung (834/2007) als Ökofläche zertifiziert. Zusätzlich sind 28'300 ha als Umstellungsfläche gemeldet. Angebaut werden hauptsächlich Gemüse und Obst, speziell Datteln. Die Vermarktung läuft noch sehr schleppend, da weder Verkaufsstellen noch funktionierende Wertschöpfungsketten vorhanden sind. In Riad gibt es nur einen Bioladen, BioBest (s. Foto).

Einige große Supermarktketten bieten ebenfalls Bioprodukte an. Der grösste Teil der Bioware wird aus Europa und Asien importiert, da kaum einheimische Ware verfügbar ist.

Weitere Informationen

Kontaktpersonen am FiBL

Links