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Monika Messmer
(Dr. sc. agr)

Departement für Nutzpflanzenwissenschaften
Leitung Pflanzenzüchtung
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CH-5070 Frick

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Ermutigendes EkoSeed-Saatgut-Forum, aber es bleibt viel zu tun

(31.03.2014) 

Biospezifische Saatgutproduktion bleibt eines der grossen Anliegen der Branche. Nach wie vor ist es nicht möglich, die steigende Nachfrage für Bioprodukte mit biologischem Saatgut zu decken. Das gilt insbesondere auch für Mittel- und Osteuropa, wie sich dieser Tage an einer Konferenz im polnischen Posen zeigte. Rund 150 Personen aus 19 Ländern nahmen dort am „EkoSeedForum“ teil.

Oft stammen in diesen Ländern weniger als 10 Prozent des im Biolandbau verwendeten Saatguts auch aus biologischer Vermehrung. Der Anreiz diesen Anteil zu steigern, sei für die Züchter bisher gering, heisst es in einer Mitteilung von EkoConnect, dem internationalen Zentrum für den Ökologischen Landbau in Mittel- und Osteuropa, welches die Tagung organisiert hat. Man erhofft sich nun, dass durch die Revision der EU-Ökoverordnung zusätzlicher Druck ensteht. Diese wird den Gebrauch von ökologisch vermehrtem Saatgut voraussichtlich verbindlicher vorschreiben.

Gut vertreten war in Posen auch das FiBL, das via das Europäische Konsortium für Ökologische  Pflanzenzüchtung (ECO-PB) an der Organisation beteiligt war. ECO-PB-Präsidentin und FiBL-Züchtungsexpertin Monika Messmer betonte in ihrem Vortrag, spezifisch für den Biolandbau gezüchtete Sorten müssten in der amtlichen Prüfung unbedingt auch unter Bedingungen des Biolandbaus getestet werden. Der Direktor des polnischen Sortenamtes COBORU sorgte dann gleich für eine positive Überraschung, indem er sich gegenüber Messmers Anliegen sehr offen zeigte: „Wir können uns vorstellen, schon sehr bald unter Öko-Bedingungen zu testen“, sage er laut der Medienmitteilung.

Auf einen weiteren wichtigen Punkt wies Klaus-Peter Wilbois von FiBL Deutschland hin. Er forderte besseren Informationsaustausch bezüglich Angebot und Nachfrage für Biosaaatgut. Er regte bei den Teilnehmern an, dieses Ziel auch in Mittel- und Osteuropa mit einer Online-Plattform wie organicxseeds.org anzustreben, auf der das Angebot für Biosaatgut jederzeit transparent einsehbar sei.  

Der nächste Anlass von EkoConnect findet mit dem 9. Organic Marketing Forum schon im kommenden Juni in Warschau statt. Wer zu künftigen Tagungen eingeladen werden möchte, wird gebeten, dies den Organisatoren mitzuteilen. Die Adresse ist info(at)ekoconnect.org.

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